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Alttestamentliche Lesung (am Morgen) Als Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm. Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir schließen und will dich über alle Maßen mehren. Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm und sprach: Siehe, ich habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Völker werden. Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker. Und ich will dich sehr fruchtbar machen und will aus dir Völker machen, und auch Könige sollen von dir kommen. Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht, daß es ein ewiger Bund sei, so daß ich dein und deiner Nachkommen Gott bin. Und ich will dir und deinem Geschlecht nach dir das Land geben, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewigem Besitz, und will ihr Gott sein. 1.Mose 17, 1-8 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Gott ist bei dem Bundesschluß mit Abraham der Handelnde, nicht der Mensch. So ist's auch bei der Taufe: Er hat ohne dein Zutun in der Taufe Seinen Gnadenbund mit dir aufgerichtet und "hat dir versprochen, dein gnädiger Gott und Vater zu sein." (Spieker [5], S. 210) Epistel (am Morgen) Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus. Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben. Gal 3, 26-29 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Auch wir waren einmal auf der Stufe des Gesetzes - oder sind wir es noch? Das Ziel aber ist die neue Lebensgestalt, welche über uns aufleuchtet in Christus und seiner Verheißung. Hier gelten nicht mehr die alten Trennungsschranken der Rasse, des Standes und Geschlechts, hier steht vor uns die Gestalt des neuen Menschen, zu der wir berufen sind. (Spieker [5], S. 32) Evangelium (am Morgen) [Alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.] Und als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden mußte, gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war. Luk 2, (18-20) 21 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart In dem Namen Jesus ("Seligmacher") haben wir, als in einem Zeichen, das Unterpfand des Heiles, welches Gott mit Seiner Geburt auf unsre Erdenjahre legt. In diesem Namen ist die ganze Wirklichkeit, die Person selber gegenwärtig. Du begibst dich in ein Kraftfeld, wenn dieser Name über deinen Erdenjahren steht. Blumhardt d. Ä. hat das noch gewußt: "So oft ich den Namen Jesu schreibe, durchdringt nich ein heiliger Schauer mit freudiger Inbrunst des Dankes - dieses 'Jesum' mein zu wissen." (Spieker [5], S. 32) Tagesspruch Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.Kol 3, 17 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Mit dem Namen "Jesus" hat Gott alle unsere Jahre, also auch dieses Jahr bezeichnet und gesegnet. In diesem Namen ist unseren Tagen der Name ihres Herrn eingeschrieben, unser ganzes Leben Dem zugeeignet, dem es gehört. "Alles", das ist all unser Redn und Tun, all unser Denken und Wirken, soll auf Seinen Namen "getauft" sein, eingetaucht in Seine Wahrheit und Liebe, dankbar erfüllt von der überschwenglichen Gabe Gottes, unverrückt ausgerichtet auf das Kommen Seines Reiches. (Spieker [5], S. 31 f.) Alttestamentliche Lesung (am Abend) Nachdem Mose, der Knecht des HERRN, gestorben war, sprach der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener: Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gegeben habe. Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe. Von der Wüste bis zum Libanon und von dem großen Strom Euphrat bis an das große Meer gegen Sonnenuntergang, das ganze Land der Hetiter, soll euer Gebiet sein. Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum Erbe geben will, wie ich ihren Vätern geschworen habe. Sei nur getrost und ganz unverzagt, daß du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst. Und laß das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, daß du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten. Siehe, ich habe dir geboten, daß du getrost und unverzagt seist. Laß dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. Jos 1, 1-9 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Auch beim Jahreswechsel geht es um die Überschreitung einer Grenze, jenseits derer eine unbekannte Zukunft liegt. Die Mahnung »sei getrost und unverzagt«, die in diesem Kapitel viermal wiederholt wird, ist nicht ein Appell an den natürlichen Menschen, sondern ein Aufruf zum Glauben. Auch du hast deinen Platz in dem Weltenplan Gottes, an diesen soll dich der tägliche Umgang mit der Heiligen Schrift erinnern. (Spieker [5], S. 35) Epistel (am Abend) Und nun ihr, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die oder die Stadt gehen und wollen ein Jahr dort zubringen und Handel treiben und Gewinn machen -, und wißt nicht, was morgen sein wird. Was ist euer Leben? Ein Rauch seid ihr, der eine kleine Zeit bleibt und dann verschwindet. Dagegen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun. Jak 4, 13-15 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Von dem christlichen Vorbehalt, unter dem unsre irdischen Pläne stehen. Im Griechischen heißt der Vers 15 "wenn der Herr will, werden wir leben". So hängt von Gottes Willen ab, ob wir überhaupt leben und dies und jenes tun werden. Das ist das Gegenteil jener überheblichen Haltung, mit welcher der natürlilche Mensch seine Pläne für das neue Jahr macht. (Spieker [5], S. 35) Evangelium (am Abend) Jesus kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen. Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: "Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, daß sie frei sein sollen, und den Blinden, daß sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen, zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn." Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn. Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren. Luk 4, 16-21 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart »Erfüllt« ist diese Schrift durch Christus. Er bringt die Frohbotschaft den Armen dieser Welt, die gnadelos den Zwängen des Erdendaseins ausgeliefert sind, den Lastträgern des Lebens, die unter schwerem Schicksal stehen, allen denen, die mit Konflikten leben müssen. Er kommt als der starke Erlösern der die Gefangenen der Sünde freimacht aus dämonischer Gebundenheit, der sie erlöst aus Weltangst, Gewissensnot und Todesfurcht. (Spieker [5], S. 34) Wochenspruch Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. Joh 1, 14b Christus will "angeschaut" werden als das Bild, in dem das Wesen Gottes selber "erscheint". Gottes Wesen aber ist Licht und Christus ist die Strahlenfülle, in der die Lichtherrlichkeit Gottes zu uns kommt. Jedes Bild drückt eine Seite dieses unerschöpflichen Geheimnisses aus: das uns zugewendete Antlitz des verborgenen Gottes; das in der Leibhaftigkeit erschienene ewige Wort, durch das die Welt geschaffen ist; der Sohn, den der Vater "gezeugt" hat vor aller Zeit; die Fülle der Gottheit, in der wir die gnadenreiche Wahrheit anschauen und empfangen dürfen. (Spieker [5], S. 43 f.) |
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| © Joachim Januschek Letzte Änderung: 11-12-27 |