Dienstag

17. Januar 2012

 

2. SONNTAG NACH EPIPHANIAS
Der Freudenmeister

 

Predigttext

 

1. Kor 2, 1-10 (IV. Reihe)

Wochenspruch

 

Das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.

Wochenlied

 

Gottes Sohn ist kommen (EG 5)
In dir ist Freude (EG 398)



Glaubenszeugen   Wochenpsalm   Wochenspruch

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Morgen
 
Und es begab sich, daß er am Sabbat durch ein Kornfeld ging, und seine Jünger fingen an, während sie gingen, Ähren auszuraufen. Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist? Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er in Not war und ihn hungerte, ihn und die bei ihm waren: wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjatars, des Hohenpriesters, und aß die Schaubrote, die niemand essen darf als die Priester, und gab sie auch denen, die bei ihm waren? Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat.
Mark 2, 23-28 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Er, der im Begriff steht, Sein eignes Blut zu opfern und damit den tiefsten Sinn alles Opferns in der Liebe zu offenbaren, ist berufen, den Sinn des Ruhetages zu deuten. Wenn Gott Erbarmen hat mit der Arbeitsmühe des Menschen, dann gestattet dies Erbarmen auch den Jüngern, die freiwillig des Meisters Armut teilen, am Ruhetag ihren Hunger zu stillen mit einer Hand voll Ähren. Schon der Sabbat, erst recht der christliche Sonntag werden zur Vorahnung der erlösten Welt und der Freiheit der Kinder Gottes. (Spieker [5], S. 261)
 
Abend
 
[Liebe Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: Man hebt doch das Testament eines Menschen nicht auf, wenn es bestätigt ist, und setzt auch nichts dazu. Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und seinem Nachkommen. Es heißt nicht: und den Nachkommen, als gälte es vielen, sondern es gilt einem: »und deinem Nachkommen«, welcher ist Christus. Ich meine aber dies: Das Testament, das von Gott zuvor bestätigt worden ist, wird nicht aufgehoben durch das Gesetz, das vierhundertdreißig Jahre danach gegeben worden ist, so daß die Verheißung zunichte würde.]
Denn wenn das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hat es Abraham durch Verheißung frei geschenkt. Was soll dann das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünden willen, bis der Nachkomme da sei, dem die Verheißung gilt, und zwar ist es von Engeln verordnet durch die Hand eines Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht Mittler eines Einzigen, Gott aber ist Einer. Wie? Ist dann das Gesetz gegen Gottes Verheißungen? Das sei ferne! Denn nur, wenn ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte, käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz. Aber die Schrift hat alles eingeschlossen unter die Sünde, damit die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus gegeben würde denen, die glauben. Ehe aber der Glaube kam, waren wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der dann offenbart werden sollte. So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister.
Gal 3, (15-17) 18-25 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Unumstößlich ist die Verheißung des Heils - dem Abraham zugesprochen und auf Christus hindeutend; sie kann durch das so viel jüngere Gesetz nicht aufgehoben werden. Aus dem Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde, aus der Verheißung aber kommt als Geschenk freier Gnade das verheißene "Erbe", d. i. das Heil in Christus. (Spieker [5], S. 243)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung:11-12-27
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