Montag

30. Januar 2012

 

LETZTER SONNTAG NACH EPIPHANIAS
Verklärung

 

Predigttext

 

Offb 1, 9-18 (IV. Reihe)

Wochenspruch

 

Über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

Wochenlied

 

Herr Christ, der einig Gotts Sohn (EG 67)
In dir ist Freude (EG 398)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Morgen
 
Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wieviel mehr hat das Amt, das zur Gerechtigkeit führt, überschwengliche Herrlichkeit. Ja, jene Herrlichkeit ist nicht für Herrlichkeit zu achten gegenüber dieser überschwenglichen Herrlichkeit. Denn wenn das Herrlichkeit hatte, was aufhört, wieviel mehr wird das Herrlichkeit haben, was bleibt. Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht und tun nicht wie Mose, der eine Decke vor sein Angesicht hängte, damit die Israeliten nicht sehen konnten das Ende der Herrlichkeit, die aufhört. Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem Alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist.
2.Kor 3, (9-11) 12-18 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die Decke über dem Angesicht des Mose, die Hüllen um die Tora-Rollen, die Decke über dem Angesichts Israels - Gleichnisse für die Vorläufigkeit des Alten Bundes, welcher auf die Klarheit Christi wartet. Das Schauen der Klarheit Christi ist kein seliges Genießen, sondern ein sehr reales Erleiden: wir werden "verklärt", d. h. verwandelt in die Leidensgestalt Christi. Deshalb bitten wir: "Ertöt uns durch dein Güte / erweck uns durch Dein Gnad." (Spieker [5], S. 68)
 
Abend
 
Dies ist das Gebet des Propheten Habakuk, nach Art eines Klageliedes: HERR, ich habe die Kunde von dir gehört, ich habe dein Werk gesehen, HERR! mache es lebendig in naher Zeit, und laß es kundwerden in naher Zeit. Im Zorne denke an Barmherzigkeit! Gott kam von Teman und der Heilige vom Gebirge Paran. Seines Lobes war der Himmel voll, und seiner Ehre war die Erde voll. Sein Glanz war wie Licht; Strahlen gingen aus von seinen Händen. Darin war verborgen seine Macht. Die Berge sahen dich, und ihnen ward bange. Der Wasserstrom fuhr dahin, die Tiefe ließ sich hören. Ihren Aufgang vergaß die Sonne, und der Mond stand still; beim Glänzen deiner Pfeile verblassen sie, beim Leuchten deines blitzenden Speeres. Aber ich will mich freuen des HERRN und fröhlich sein in Gott, meinem Heil. Denn der HERR ist meine Kraft, er wird meine Füße machen wie Hirschfüße und wird mich über die Höhen führen.
Hab 3, 1-4. 10.11.18.19 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Prophet schaut das Kommen Gottes. Er sieht den Herrn heranschreiten auf der uralten Gottesstraße, auf der einst das Volk Israel vom Sinai her heranzog. Er sieht nicht Seine Gestalt, sondern nur die Hüllen Seiner Macht: den Glanz unter Ihm, die Strahlen zu Seiner Seite. Wir lesen diese Schau des Propheten als Vorahnung auf das Hereinbrechen der Strahlen einer anderen Welt. (Spieker [5], S. 67)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung:12-01-16
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