Montag

5. März 2012

 

REMINISZERE
Den Menschen ausgeliefert

 

Predigttext

 

Jes 5, 1-7 (IV. Reihe)

Wochenspruch

 

Gott erweist seine Liebe zu uns darin, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren

Wochenlied

 

Wenn wir in höchsten Nöten sein (EG 366)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Im Anfang der Herrschaft Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, geschah dies Wort vom HERRN: So spricht der HERR: Tritt in den Vorhof am Hause des HERRN und predige denen, die aus allen Städten Judas hereinkommen, um anzubeten im Hause des HERRN, alle Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen, und tu nichts davon weg, ob sie vielleicht hören wollen und sich bekehren, ein jeder von seinem bösen Wege, damit mich auch reuen könne das Übel, das ich gedenke, ihnen anzutun um ihrer bösen Taten willen. Als aber die Priester, Propheten und alles Volk Jeremia hörten, daß er solche Worte redete im Hause des HERRN, und Jeremia nun alles gesagt hatte, was ihm der HERR befohlen hatte, allem Volk zu sagen, ergriffen ihn die Priester, Propheten und das ganze Volk und sprachen: Du mußt sterben! Warum weissagst du im Namen des HERRN: »Es wird diesem Hause gehen wie Silo, und diese Stadt soll so wüst werden, daß niemand mehr darin wohnt«? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause des HERRN wider Jeremia. Als das die Oberen von Juda hörten, gingen sie aus des Königs Hause hinauf ins Haus des HERRN und setzten sich zum Gericht vor das neue Tor am Hause des HERRN. Und die Priester und Propheten sprachen vor den Oberen und allem Volk: Dieser Mann ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt gegen diese Stadt, wie ihr mit eigenen Ohren gehört habt. Aber Jeremia sprach zu allen Oberen und zu allem Volk: Der HERR hat mich gesandt, daß ich dies alles, was ihr gehört habt, weissagen sollte gegen dies Haus und gegen diese Stadt. So bessert nun eure Wege und euer Tun und gehorcht der Stimme des HERRN, eures Gottes, dann wird den HERRN auch gereuen das Übel, das er gegen euch geredet hat. Siehe, ich bin in euren Händen, ihr könnt mit mir machen, wie es euch recht und gut dünkt. Doch sollt ihr wissen: Wenn ihr mich tötet, so werdet ihr unschuldiges Blut auf euch laden, auf diese Stadt und ihre Einwohner. Denn wahrlich, der HERR hat mich zu euch gesandt, daß ich dies alles vor euren Ohren reden soll. Da sprachen die Oberen und das ganze Volk zu den Priestern und Propheten: Dieser Mann ist des Todes nicht schuldig; denn er hat zu uns geredet im Namen des HERRN, unseres Gottes. Aber mit Jeremia war die Hand Ahikams, des Sohnes Schafans, so daß man ihn nicht dem Volk in die Hände gab, das ihn getötet hätte.
Jer 26, 1-3.7-16.24 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Prophet ist in der Gewalt der Menschen, welche sich auflehnen gegen die Macht seines Wortes. Aber er ist auch in Gottes Hand. Wer sich an ihm vergreift, vergreift sich an Gott und ladet schwere Schuld auf die Stadt und das Volk. Der Prophet ist bereit zu sterben, aber Gott weiß, wozu Er Seinen Diener noch gebrauchen will. Darum hält Er Seine Hand über ihm. (Spieker [5], S. 97)

Abend
 
Sie belauerten ihn und sandten Leute aus, die sich stellen sollten, als wären sie fromm; die sollten ihn fangen in seinen Worten, damit man ihn überantworten könnte der Obrigkeit und Gewalt des Statthalters. Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, daß du aufrichtig redest und lehrst und achtest nicht das Ansehen der Menschen, sondern du lehrst den Weg Gottes recht. Ist's recht, daß wir dem Kaiser Steuern zahlen oder nicht? Er aber merkte ihre List und sprach zu ihnen: Zeigt mir einen Silbergroschen! Wessen Bild und Aufschrift hat er? Sie sprachen: Des Kaisers. Er aber sprach zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie konnten ihn in seinen Worten nicht fangen vor dem Volk und wunderten sich über seine Antwort und schwiegen still.
Luk 20, 20-26 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Mit scharfem Schnitt scheidet Christus den Anspruch des Staates von dem Anspruch Gottes. Dem Staate gegenüber handelt es sich um "Rückerstattungspflicht": ihr nehmt den Staat in Anspruch, genießt seinen Schutz, arbeitet mit seinem Gelde - so gebt ihm wieder, was ihm gebührt! Vor allem aber: Gebt Gott zurück, was Gottes ist! Er schuf euch zu Seinem Bild, so tragt ihr also Sein Bild an euch - darum begebt euch Ihm zum Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Den "Totalitätsanspruch" hat Gott allein. (Spieker [5], S. 302)
 


© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 12-01-16
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