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Einige von ihnen gingen hin zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte. Da versammelten die Hohenpriester und die Pharisäer den Hohen Rat und sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Lassen wir ihn so, dann werden sie alle an ihn glauben, und dann kommen die Römer und nehmen uns Land und Leute. Einer aber von ihnen, Kaiphas, der in dem Jahr Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wißt nichts; ihr bedenkt auch nicht: Es ist besser für euch, ein Mensch sterbe für das Volk, als daß das ganze Volk verderbe. Das sagte er aber nicht von sich aus, sondern weil er in dem Jahr Hoherpriester war, weissagte er. Denn Jesus sollte sterben für das Volk, und nicht für das Volk allein, sondern auch, um die verstreuten Kinder Gottes zusammenzubringen. Von dem Tage an war es für sie beschlossen, daß sie ihn töteten. Jesus aber ging nicht mehr frei umher unter den Juden, sondern ging von dort weg in eine Gegend nahe der Wüste, in eine Stadt mit Namen Ephraim, und blieb dort mit den Jüngern. Es war aber nahe das Passafest der Juden; und viele aus der Gegend gingen hinauf nach Jerusalem vor dem Fest, daß sie sich reinigten. Da fragten sie nach Jesus und redeten miteinander, als sie im Tempel standen: Was meint ihr? Er wird doch nicht zum Fest kommen? Die Hohenpriester und Pharisäer aber hatten Befehl gegeben: Wenn jemand weiß, wo er ist, soll er's anzeigen, damit sie ihn ergreifen könnten. Joh 11, 46-57 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Der irdische Hohepriester spricht dem himmlischen Hohenpriester das Urteil und dient damit, ohne es zu ahnen, dem Heilsplan Gottes. Wider Willen enthüllt er weissagend als Hoherpriester das Opfergesetz für die Welt: es soll wirklich durch den Tod des Einen das ganze Volk Gottes gerettet werden. Der irdische Priester- und Opferdienst kommt hier an sein Ende; ein neues Hohepriestertum, das ewig bleibt, wird erkennbar. (Spieker [5], S. 107) Alttestamentliche Lesung Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, daß ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, daß ich höre, wie Jünger hören. Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück. Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Aber Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum hab ich mein Angesicht hart gemacht wie einen Kieselstein; denn ich weiß, daß ich nicht zuschanden werde. Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten? Laßt uns zusammen vortreten! Wer will mein Recht anfechten? Der komme her zu mir! Siehe, Gott der HERR hilft mir; wer will mich verdammen? Siehe, sie alle werden wie Kleider zerfallen, die die Motten fressen. Jes 50, 4-9 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Nun wird erfüllt, was geschrieben steht vom Knecht Gottes. Er geht unbeirrbar seinen Weg. Die Welt kann ihn nicht schrecken - er hört allein auf Den, der ihn gerufen hat. Die Welt kann ihn nicht verdammen - "Er ist nahe, der mich gerecht spricht." (Spieker [5], S. 92) Epistel Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. Phil 2, 5-11 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Obwohl Er der Göttliche ist von Ewigkeit her, steigt Er doch als Mensch von Stufe zu Stufe hinab bis zur tiefsten Erniedrigung, um Seines Vaters Willen zu erfüllen. Davon redet das geheimnisvolle Wort von Seiner "Entäußerung", eigentlichl: "Er machte sich selber leer, da Er die Gestalt eines Knechtes annahm." Darum ist bei Ihm Raum für Gehorsam, für die vollkommene Erfüllung des Gotteswillens; in diesem Gehorsam liegt der Grund für Seine Erhöhung. (Spieker [5], S. 112) Evangelium Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, daß Jesus nach Jerusalem käme, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel! Jesus aber fand einen jungen Esel und ritt darauf, wie geschrieben steht: »Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.« Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, daß dies von ihm geschrieben stand und man so mit ihm getan hatte. Das Volk aber, das bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmte die Tat. Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan. Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, daß ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach. Joh 12, 12-19 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Der hier einzieht, kommt her von der Auferweckung des Lazarus und nimmt den Kampf auf mit den Todesmächten der Welt. Sein Volk begrüßt Ihn durch die Palmen als Sieger. (Spieker [5], S. 113) Abend So redete Jesus, und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche; denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue. Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. Nun wissen sie, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und sie glauben, daß du mich gesandt hast. Joh 17, 1-8 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Die Stunde des Abscheidens von der Welt ist der Beginn der Verklärung unsres Herrn. In dieser Stunde tritt Er priesterlich ein für die Seinen, denen Er das Geheimnis Seines Vaters offenbart hat. Wir lassen uns heiligen durch das hohepriesterliche Gebet unsres Herrn, der Sein Werk auf Erden vollendet und schon teil hat an der Klarheit der zukünftigen Welt. (Spieker [5], S. 112) |
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| © Joachim Januschek Letzte Änderung: 12-02-06 |