Samstag

16. Juli 2011

 

3. SONNTAG NACH TRINITATIS
Das Wort von der Versöhnung

 

Predigttext

 

Luk 15, 1-7 (8-10) (III. Reihe)

Wochenspruch

 

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist

Wochenlied

 

Allein zu dir, Herr Jesu Christ (EG 232)
Jesus nimmt die Sünder an (EG 353)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch, damit die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt würde, die wir nun nicht nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist. Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede.
Röm 8, 1-6 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
"Fleisch" und "Geist" - zwischen diese beiden Wirklichkeiten sind wir gestellt. "Fleisch" - die selbstherrliche menschliche Natur, welche sich wider Gott erhebt und ein eignes Reich menschlicher Größe aufrichten will. "Geist" - die Herschaft Gottes im Menschen durch den göttlichen Lebensodem, welcher den ganzen Menschen durchwaltet und mit den Lebenskräften Christi erfüllt. Auch unser Leib, an dem sich die Todesmacht der Sünde so furchtbar auswirkt, soll Anteil haben an der Lebensmacht Christi, wenn wir von Seinem Geist regiert sind. (Spieker [5], S. 219)

Wochenspruch

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Luk 19, 10

Das Werk Christi in der Welt, in dem das Wesen des Vaters Gestalt gewinnt, widerspricht jeder natürlichen menschlichen Art und hat andere Maßstäbe als unsere vernünftigen Erwägungen und Urteile: es ist menschlich, das Starke und Gesunde zu verherrlichen, es ist göttlich, das Verlorene zu retten; es ist menschlich, die natürliche Lebensfreude zu preisen, zu erhöhen und zu verklären, es ist göttlich, das was elend ist, zu trösten und die Traurigkeit in Freude zu verwandeln; es ist menschlich, Ehre und Würde des Menschen zu achten und das Edle zu preisen, es ist göttlich, den Sünder zu begnaden und das Verachtete zur Herrlichkeit zu führen. Aber der Sohn Gottes, der dieses göttliche Werk vollbringt, ist "des Menschen Sohn": der Mensch in seiner wahren Gestalt als das Bild Gottes.
(Spieker, [5] S. 188)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 11-05-25
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