Samstag

29. Oktober 2011

 

18. SONNTAG NACH TRINITATIS
Das vornehmste Gebot

 

Predigttext

 

Mark 10, 17-27 (III. Reihe)

Wochenspruch

 

Dies Gebot haben wir von ihm, daß wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe

Wochenlied

 

Herzlich lieb hab ich dich, o Herr (EG 397)
In Gottes Namen fang ich an (EG 494)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Abend

Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum: wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, so laß dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder und dann komm und opfere deine Gabe.
Matth 5, 17-24 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Nichts, was einmal Hülle des Lebens war, wird von Christus unehrbietig beiseite getan, aber alles, was im Gesetz steht, wird in einer neuen Tiefe gefaßt und in seinem göttlliche Sinn erkannt und verwirlicht. - Die »bessere Gerechtigkeit« ist das innere Gutsein aus reiner Begnadung, darum steht sie turmhoch über jedem menschlichen Werk. Sie zeigt sich in der überwindung von Haß und Zorn, in der Bereitschaft zur Versöhnung mit deinem Bruder. Der Gang zum Altar, der Stätte des Gebetes und des Opfers, erinnert dich, daß du nur mit versöhntem Herzen, wenn du zuvor die Vergebung deines Bruders gesucht hast, Gott ein reines Opfer darbringen kannst. (Spieker [5], S. 50/210 f.)

Wochenspruch

Dies Gebot haben wir von ihm, daß wer Gott liebt, daß der auch seinen Bruder liebe 1.Joh 4, 21 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Wir sollen nicht nach selbsterwählten Grundsätzen leben, sondern nach einem Gebot, das wir »haben«, und zwar von Ihm selber haben. Dieses Gebot weist uns darauf hin, daß Gottes- und Bruderliebe unzertrennlich zusammengehören; und dieses Gebot meint nicht eine »allgemeine Menschenliebe«, sondern den Dienst an dem »Bruder«, an dem, der uns als Nächster gesetzt ist und an unserem nächsten Lebenskreis. In dieser Bruderliebe bewährt sich die Liebe zu Gott.
(Spieker [5], S. 263 f.)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 11-10-08
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