Sonntag

18. Dezember 2011

 

4. ADVENT
HOHER ADVENT

Die nahende Freude

 

Predigttext

 

2. Kor 1, 18-22 (IV. Reihe)

Wochenspruch

 

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe.

Wochenlied

 

Nun jauchzet, all ihr Frommen (EG 9)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm
 
Epistel   Evangelium   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Alttestamentliche Lesung
 
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König! Deine Wächter rufen mit lauter Stimme und rühmen miteinander; denn alle Augen werden es sehen, wenn der HERR nach Zion zurückkehrt. Seid fröhlich und rühmt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. Der HERR hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Völker, daß aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.
Jes 52, 7-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Kirche gilt der Freudenruf dieses Sonntags, sie ist "Jerusalem", ihr wird die Frohbotschaft gebracht: Friede, Trost und Erlösung sind der Welt gegeben durch das Kreuz. Hier wird die zerstörte Ordnung wiederhergestellt, die Sünde getragen, ein neuer Zugang zu Gottes Vaterherzen eröffnet. Hier liegt der tiefste Grund des "Freuet euch" (Spieker [5], S. 101)
 
Epistel
 
Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte laßt kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen laßt eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.
Phil 4, 4-7 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Von der großen Freude, welche sich auswirkt in der Gelassenheit und Güte des Herzens, in der Stetigkeit des Gebets, in der Klarheit und Ordnung des inwendigen Menschen. Das alles ist die Wirkung von der Nähe unsres Herrn. (Spieker [5], S. 15)
 
Evangelium
 
[Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth wurde vom heiligen Geist erfüllt und rief laut und sprach: Gepriesen bist du unter den Frauen, und gepriesen ist die Frucht deines Leibes! Und wie geschieht mir das, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe. Und selig bist du, die du geglaubt hast! Denn es wird vollendet werden, was dir gesagt ist von dem Herrn.]
Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten. Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und läßt die Reichen leer ausgehen. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.
[Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate; danach kehrte sie wieder heim.]
Luk 1, (39-45) 46-55 (56) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Lobpreis der Maria klingt weiter in dem Abendgebet der Kirche, welche sich damit als Gottes geringe Magd bekennt, die von Gottes Gnade lebt. Darüber hinaus weitet der Lobpreis unsren Blick, indem er uns schauen läßt den Sturz der gottfeindlichen Machthaber und die Erfüllung aller Gottesverheißungen an den Frommen. (Spieker [5], S. 16)
 
Abend
 
(Jakobs Segen:) Juda, du bist's! Dich werden deine Brüder preisen. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken sein, vor dir werden deines Vaters Söhne sich verneigen. Juda ist ein junger Löwe. Du bist hochgekommen, mein Sohn, vom Raube. Wie ein Löwe hat er sich hingestreckt und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören? Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis daß der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen. Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut. Seine Augen sind dunkel von Wein und seine Zähne weiß von Milch.
1.Mos 49, 8-12  Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Lobspruch über Juda. Ihm ist die Dauer des Köigtums verheißen, bis daß Der kommt, dem das Szepter gebührt, der kommende Herrscher und König, dem die Völker gehorchen werden - "Denn es ist ja offenbar, daß unser Herr aus Juda hervorgegangen ist" (Hebr 7,14). (Spieker [5], S. 5)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 11-10-09
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