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Alttestamentliche Lesung Der HERR aber sandte Propheten zu ihnen, daß sie sich zum HERRN bekehren sollten, und sie ermahnten sie, aber sie nahmen's nicht zu Ohren. Und der Geist Gottes ergriff Secharja, den Sohn des Priesters Jojada. Der trat vor das Volk und sprach zu ihnen: So spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebote des HERRN, so daß ihr kein Gelingen habt? Denn ihr habt den HERRN verlassen, darum wird er euch auch verlassen. Aber sie machten eine Verschwörung gegen ihn und steinigten ihn auf Befehl des Königs im Vorhof am Hause des HERRN. 2.Chr 24, 19-21 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Epistel [Stephanus, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Da standen einige auf von der Synagoge der Libertiner und der Kyrenäer und der Alexandriner und einige von denen aus Zilizien und der Provinz Asien und stritten mit Stephanus. Doch sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, in dem er redete. Da stifteten sie einige Männer an, die sprachen: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und gegen Gott. Und sie brachten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, traten herzu und ergriffen ihn und führten ihn vor den Hohen Rat und stellten falsche Zeugen auf, die sprachen: Dieser Mensch hört nicht auf, zu reden gegen diese heilige Stätte und das Gesetz. Denn wir haben ihn sagen hören: Dieser Jesus von Nazareth wird diese Stätte zerstören und die Ordnungen ändern, die uns Mose gegeben hat. Und alle, die im Rat saßen, blickten auf ihn und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.] Apg (6, 8-15); 7, 55-60 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Die Kirche begeht das Gedächtnis ihres ersten Blutzeugen an Weihnachten, damit über dem Jubel und der Freude nicht vergessen werde, daß ihr eigner Weg auf Erden gleich dem ihres Meisters mit dem Blut der Märtyrer gezeichnet ist. (Spieker [5], S. 25) Evangelium Jesus sprach: Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch den Gerichten überantworten und werden euch geißeln in ihren Synagogen. Und man wird euch vor Statthalter und Könige führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis. Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Es wird aber ein Bruder den andern dem Tod preisgeben und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören gegen ihre Eltern und werden sie töten helfen. Und ihr werdet gehaßt werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig werden. Matth 10, 16-22 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Taubeneinfalt und Schlangenklugheit, lauterste Wahrhaftigkeit mit äußerster Klugheit ist den Zeugen Gottes in der Welt befohlen, wie "die behutsame, ganz sauber und ganz sicher das Messer führende Klugheit des echten Chirurgen." [Johannes Wilkens, Die urchristliche Botschaft I, S. 151]. Ebenso sind sie zu unerschrockenem Einsatz und zugleich elastischem Widerstand aufgerufen: sich nicht zum Martyrium drängen, sogar "weichen", wenn der Druck der Verfolgung zu groß geworden ist - aber nicht um menschlicher Selbsterhaltung, sondern immer um des Evangeliums willen! (Spieker [5], S. 227) Abend Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es hat Gott wohlgefallen, daß in ihm alle Fülle wohnen sollte und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. Kol 1, 15-20 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart "Weil leider das Wort 'Gott vertrauen' und 'Gott dienen' sich so dehnen lassen muß, daß es ein jeder auf seine Gedanken bezieht, und einer es so, der andere so deutet, hat Gott sich selbst an einen bestimmten Ort und in eine bestimmte Person gestellt und geheftet, wo Er gefunden und angetroffen werden will, damit man ihn nicht verfehlt. Das ist nun kein anderer als Christus selbst, in dem - wie Paulus hier sagt - 'die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnet', so daß man ihn nirgend anders finden soll als in dieser Person." (Martin Luther 1537) Wochenspruch Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit. Joh 1, 14a Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Der Herr ist nahe; das heißt nicht nur, daß der Herr in einem allgemeinen und zeitlosen Sinn uns immer und überall nahe ist, sondern daß Er zu uns kommt und daß wir Seiner Erscheinung entgegengehen. Diese Gewißheit ist der tragende Grund aller Mahnungen des Neuen Testamentes, darum auch dieses Aufrufes zur Freude. Das Wort "Freude" ist in unserer Sprache verwandt mit Frieden, so wie das entsprechende griechische Wort verwandt ist mit Gnade. Freude ist das Gefühl der innersten Lebensgesundeit, die kraftvoll ausschreitende Bewegung dessen, der seines Weges gewiß ist. Christus, der zu uns kommende Christus, ist der Lebensraum, in dem unser ganzes Leben genesen kann, und diese Frieden, Freude und Güte ausstrahlende Gesundung unseres ganzen Wesens ist das Kennzeichen einer christlichen Existenz, die davon durchdrungen ist, daß Christus nicht nur "alle Jahre wieder" zu uns kommt, sondern daß Seine endgültige Erscheinung unsere eigentliche Zukunft ist. (Spieker [5], S. 14) |
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| © Joachim Januschek Letzte Änderung: 11-10-09 |