Dienstag

27. Dezember 2011

 

CHRISTFEST
Apostel und Evangelist Johannes

 

Predigttext

 

Offb 7, 9-12 (13-17) (IV. Reihe)

Tagesspruch

 

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten,
die da Frieden verkündigen, Gutes predigen und Heil verkündigen. (Jes 52, 7)

Tageslied

 

Wunderbarer Gnadenthron (EG 38)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Alternative alttestestamentliche Lesung   Epistel

Alternative Epistel   Evangelium   Abend
 
Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Alttestamentliche Lesung
 
Wohl dem, der über die Weisheit nachsinnt und sie aufnimmt in sein ganzes Denken; der ihre Wege von Herzen betrachtet und ihren Geheimnissen immer weiter nachforscht. Das alles tut nur, wer den Herrn fürchtet; und wer sich an Gottes Wort hält, der findet die Weisheit. Und sie wird ihm begegnen wie eine Mutter und wird ihn empfangen wie eine junge Frau. Sie reicht ihm die Speise der Einsicht und den Trank der Weisheit. Er wird durch sie feststehen, daß er nicht fällt, und wird sich an sie halten, daß er nicht zuschanden wird. Sie wird ihn erhöhen über seine Nächsten und ihm den Mund auftun in der Gemeinde. Sie wird ihn krönen mit Freude und Wonne und ihm einen ewigen Namen verleihen.
Sir 14, 22-23a; 15, 1-6 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Vom liebenden Umgang mit der göttlichen Weisheit. Die Kirche hat die »Weisheit« gedeutet auf den Herrn Jesus, in dem alle Fülle der Weisheit und der Erkenntnis wohnt; sie hat den, der die Weisheit sucht, auf den Jünger gedeutet, den der Herr lieb hatte. (Spieker [5], S. 26)
 
Alternative alttestestamentliche Lesung
 
Mein Sohn, wenn du meine Rede annimmst und meine Gebote behältst, so daß dein Ohr auf Weisheit achthat, und du dein Herz der Einsicht zuneigst, ja, wenn du nach Vernunft rufst und deine Stimme nach Einsicht erhebst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschest wie nach Schätzen: dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes finden. Denn der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht. Er läßt es den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen. Er behütet, die recht tun, und bewahrt den Weg seiner Frommen. Dann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und Frömmigkeit und jeden guten Weg. Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, und Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein, Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten.
Spr 2, 1-11 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Epistel
 
Der Älteste an die auserwählte Herrin und ihre Kinder, die ich liebhabe in der Wahrheit, und nicht allein ich, sondern auch alle, die die Wahrheit erkannt haben, um der Wahrheit willen, die in uns bleibt und bei uns sein wird in Ewigkeit: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, sei mit uns in Wahrheit und in Liebe! Ich bin sehr erfreut, daß ich unter deinen Kindern solche gefunden habe, die in der Wahrheit leben, nach dem Gebot, das wir vom Vater empfangen haben. Und nun bitte ich dich, Herrin - ich schreibe dir kein neues Gebot, sondern das, was wir gehabt haben von Anfang an -, daß wir uns untereinander lieben. Und das ist die Liebe, daß wir leben nach seinen Geboten; das ist das Gebot, wie ihr's gehört habt von Anfang an, daß ihr darin lebt.
[Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht bekennen, daß Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist.]
2.Joh 1-6 (7) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Alternative Epistel
 
Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens - und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist -, was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und das schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen sei.
1.Joh 1, 1-4 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Der Jünger, der beim heiligen Mahl an des Herrn Brust lag, bezeugt uns das Leben aus Gott, welches in dieser Todeswelt erschienen ist: nicht als bloße Idee, sondern als geschichtliche Person, und dennoch das ganze, heilige und gewaltige Leben Gottes in sich tragend. An diesem Leben Anteil zu geben mit den Mitteln, die ihr anvertraut sind, ist die Aufgabe der Kirche. (Spieker [5], S. 26)
 
Evangelium
 
Petrus wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus liebhatte, der auch beim Abendessen an seiner Brust gelegen und gesagt hatte: Herr, wer ist's, der dich verrät? Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem? Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, daß er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! Da kam unter den Brüdern die Rede auf: Dieser Jünger stirbt nicht. Aber Jesus hatte nicht zu ihm gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, daß er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Dies ist der Jünger, der dies alles bezeugt und aufgeschrieben hat, und wir wissen, daß sein Zeugnis wahr ist.
Joh 21, 20-24 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Zwei verschiedene Wege der Jüngerschaft: auf dem einen wird der Herr gepriesen durchs Martyrium, auf dem andern durch die Glut der Liebe und die Tiefe der Erkenntnis. (Spieker [5], S. 26)
 
Abend
 
Wer sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat. Meine Lieben, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr von Anfang an gehabt habt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt. Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, das wahr ist in ihm und in euch; denn die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt. Wer sagt, er sei im Licht, und haßt seinen Bruder, der ist noch in der Finsternis. Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und durch ihn kommt niemand zu Fall.
[Wer aber seinen Bruder haßt, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wo er hingeht; denn die Finsternis hat seine Augen verblendet.]
1.Joh 2, 5-10 (11) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
»Dieses alte Gebot ist immer unerhört neu, wenn es nicht als kluge Berechnung sozialer Vorteile, sondern als das Abbild der Liebe verstanden wird, mit der Christus die Seinen geliebt hat. Mitten in einer Welt des Hasses, der Vergeltung und des Grauens gibt es einen Ort des Lichtes und der Güte. Welche christliche Aufgabe, daß wir mit unserem Leben glaubhaft bezeugen sollen, daß die Finsternis im Weichen ist und das 'wahre Licht' schon scheint!« (Wilhelm Stählin)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 11-10-09
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