Samstag - 13. Januar 2018
1. SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Taufe Jesu



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Des Vaters eingeborner Sohn
kommt aus der Jungfrau in die Welt,
im Bad der Taufe heiligt Er,
die sich Ihm gläubig anvertraun.

Vom Himmel kommt der Höchste selbst,
erscheint in menschlicher Gestalt;
dem Tode liefert der sich aus,
der uns das ew'ge Leben schenkt.

Das Lamm, das alle Sünde tilgt,
Johannes taucht es in die Flut.
Der ohne allen Makel ist,
der Reinste, teilt der Sünder Los.

Des Vaters Stimme offenbart
im Knecht den vielgeliebten Sohn.
Der Geist verleiht Ihm Macht und Amt,
das aufgetragne Werk zu tun.

Erlöser, Herr, wir bitten Dich:
Vertreib das Dunkel, tilg die Schuld,
mach gnädig unsre Herzen hell
mit Deiner Gottheit klarem Licht.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der heute uns erschienen ist,
dem Vater, der den Sohn bezeugt
und Ihn mit Seinem Geiste salbt. Amen.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 71 B VII


Ich will allezeit harren *
und mehren all Deinen Ruhm.


    Mein Mund verkünde Deine Gerechtigkeit /
    und Deine Hilfe den ganzen Tag - *
    ich kann sie nicht ermessen!


Ich komme dank der großen Taten des HERRN, *
preise Deine Gerechtigkeit, Dich allein.


    Gott, Du hast mich gelehrt von Jugend auf, *
    noch jetzt verkünde ich Deine Wunder.


Auch bis ich alt und grau bin: *
o Gott, verlass mich nicht,


    dass ich der Nachwelt verkünde Deine Kraft, /
    einem jeden, der kommen wird,
    Deine Macht: *
    Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe!


Ja, Du hast Großes vollbracht! *
Gott, wer ist Dir gleich?


    Du lässt uns viel Not und Unheil sehn, *
    Du machst uns wieder lebendig.


Aus den Tiefen der Erde *
holst Du mich wieder herauf.


    Bring mich wieder zu Ehren, *
    wende Dich, mich zu trösten.


Ich will Dir danken mit Saitenspiel *
für Deine Treue, mein Gott!


    Ich will Dir lobsingen zur Harfe, *
    Du Heiliger Israels. +

[Antiphon
H
ERR, wenn ich Dir singe,
so jauchzen meine Lippen,
meine Seele jubelt,
denn Du hast mich erlöst.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
H
ERR, wenn ich Dir singe,
so jauchzen meine Lippen,
meine Seele jubelt,
denn Du hast mich erlöst.

Wochenpsalm

Antiphon

Noten
Noten

Psalm 89 B VIII


Einst hast Du geredet in einem Gesicht *
und hast gesagt zu Deinen Getreuen:


    »Ich habe Heil gelegt auf einen Helden, *
    aus dem Volk erhöht einen Erwählten.


Ich habe David gefunden, Meinen Knecht, *
ihn mit Meinem heiligen Öl gesalbt.


    Fest soll Meine Hand ihn halten, *
    Mein Arm soll ihn stärken. (+)

Seine Hand lege Ich auf das Meer, *
auf die Ströme seine Rechte.


    Er wird Mich nennen: ›Mein Vater, *
    mein Gott und Fels meines Heils.‹


Ja, Ich mach ihn zum erstgeborenen Sohn, *
zum Höchsten der Könige auf Erden.


    Auf ewig bewahr ich Ihm Meine Gnade, *
    Mein Bund bleibt Ihm bestehen in Treue. (+)

Ich will Meinen Bund nicht entweihen, *
nicht ändern den Spruch Meiner Lippen.


    Das schwor Ich, so wahr Ich heilig bin: *
    ›Nie werde Ich David belügen!‹


Sein Geschlecht soll bleiben für immer, *
und sein Thron ist vor Mir wie die Sonne.


    Er soll ewig bestehn wie der Mond, *
    der treue Zeuge in den Wolken.« +

Antiphon
Welche der Geist Gottes treibt,
die sind Gottes Kinder.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste.


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Welche der Geist Gottes treibt,
die sind Gottes Kinder.

VITA

Hilarius von Poitiers
Hilarius wurde um 315 in Gallien in einer heidnischen Familie geboren. Er studierte Philosophie und Rhetorik. Um 345 ließ er sich mit seiner Familie nach einem eingehendem Bibelstudium taufen. Obwohl er verheiratet war, wählte ihn die Bevölkerung von Poitiers um 350 zu ihrem Bischof. Erst nach der Wahl wurde er zum Priester geweiht. Er war Anhänger des Athanasius und wandte sich entschieden gegen die Arianer, besonders als der Metropolit von Arles, Saturnin, nach der Mailänder Synode den Arianismus in Gallien als maßgebende Richtung einführen wollte. Hilarius verklagte deshalb Saturnin bei Kaiser Konstantius. Dieser hing aber selber dem Arianismus an und verbannte den unbequemen Bischof 356 nach Phrygien. Hier lernte Hilarius Griechisch, studierte die Theologie der Ostkirche und schrieb sein zwölfbändiges Werk „De trinitate”. In diesem Werk legte er die zweifache Natur Christi ausgehend von den Zeugnissen der Schrift dar. So konnte er den Streit zwischen Arianern und Athanasianern an der Quelle studieren und in der Westkirche vermitteln. Im Frühjahr 359 sandte er einen Brief an alle Bischöfe, in dem er seine Position ausgehend von den Glaubensbekenntnissen seit dem Konzil von Nicaea darlegte. Seine Botschaft wahr wohl Auslöser für die Synoden von Seleucia und Rimini, auf denen der Arianismus mit großer Mehrheit abgelehnt wurde. Da Konstantius weiter zu den Arianern hielt, reiste Hilarius nach Konstantinopel, um hier mit Saturnius ein Streitgespräch vor dem Kaiser zu führen. Der Kaiser weigerte sich aber, Hilarius zu empfangen und schickte ihn nach Poitiers zurück. Nachdem Kaiser Julian die Regierung übernahm und der Kirche freie Hand in ihren Angelegenheiten ließ, wurde auf der Synode von Paris 361 Saturnius abgesetzt. Aber unter dem nächsten Kaiser Valentinian erstarkte der Arianismus erneut. Es gelang Hilarius nicht, auf der Synode von Mailand den arianischen Bischof Auxentius absetzen zu lassen. Hilarius wurde erneut in sein Bistum verbannt. Hier wirkte er dann bis zu seinem Tod. Psalmengebet und Hymnengesang - die er während seiner Verbannung in ihrer ostkirchlichen Vielfalt kennenlernte - lagen ihm besonders am Herzen, ebenso das gemeinschaftliche Leben der Priester. So legte Hilarius den Grundstein für das Mönchtum in Gallien und führte die Neumen in Gallien ein. Sein Schüler Martin von Tours setzte sein Werk in Gallien fort, die Auseinandersetzung mit den Arianern konnte erst Ambrosius zum Ende führen. Hilarius starb 367 in Poitiers und wurde am 13. Januar beigesetzt

KURZLESUNG

Wochenspruch
Welche der Geist Gottes treibt,
die sind Gottes Kinder.


Lesung
Joh 8, 1
Jesus
{redete abermals zum Volk und} sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer Mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

RESPONSORIUM

Noten

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

ANBETUNG - ANGELUS

Wir loben Deine göttliche Macht und Herrlichkeit: den Vater, der alle Dinge schafft von Ewigkeit zu Ewigkeit; den Sohn, unseren Heiland und Erlöser; den Heiligen Geist, unseren Helfer und Tröster. Wir loben Dich, dass Du den Erdkreis richtest mit Gerechtigkeit; wir loben Dich, dass Du auf uns wartest mit Deiner Ewigkeit; wir loben Dich: Du wirst vollenden, was Du angefangen hast. Wir beten Dich an:
    Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
    der Allmächtige, der da ist und der da war
    und der da kommt.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

MITTAGSKOLLEKTE

Gott, Du Licht ewiger Liebe. Entzünde unsere Herzen in dieser vergehenden Welt, dass wir Dich über alles lieben und allezeit unseren Schwestern und Brüdern in Liebe zugewandt bleiben auf dem Weg hin in Dein ewiges Reich. Dies erbitten wir durch Christus, unsern Bruder und Herrn.
    Amen.

SEGEN

Der Herr unser Gott sei uns freundlich
    und fördere das Werk unserer Hände

Vesper

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