Montag - 5. Februar 2018
SEXAGESIMAE

Viererlei Ackerfeld



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Du Schöpfergott, der uns erhält,
wie groß ist Deine Herrlichkeit.
Du ordnest alles, Dir zum Lob,
hilf, dass es uns zum Segen wird.

Dein Werk legst Du in unsre Hand,
dass wir bewahren, was Du schaffst.
Schenk unsrer Mühe Deine Frucht;
zum Frieden führe alle Welt.

Gewähre dies, Herr, guter Gott,
Du Vater, Sohn und Heil'ger Geist:
geleite uns durch diese Zeit,
bis wir Dich schaun in Ewigkeit. Amen.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 67 III


Gott sei uns gnädig und segne uns, *
Er lasse uns Sein Antlitz leuchten,


    dass man auf Erden erkenne Deinen Weg, *
    unter allen Völkern Dein Heil.

Antiphon
Es danken Dir, Gott, die Völker,
es danken Dir alle Völker

Die Nationen freun sich und jauchzen, *
denn Du richtest den Erdkreis gerecht.


    Du richtest die Völker mit Recht *
    und lenkst die Nationen auf Erden.

Antiphon
Es danken Dir, Gott, die Völker,
es danken Dir alle Völker

Die Erde gab ihren Ertrag; *
es segne uns Gott, unser Gott!


    Es segne uns Gott, /
    es sollen Ihn fürchten *
    alle Enden der Erde! +

[Antiphon
Es danken Dir, Gott, die Völker,
es danken Dir alle Völker.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Es danken Dir, Gott, die Völker,
es danken Dir alle Völker.

Wochenpsalm

Antiphon

Noten
Noten

Psalm 78 A II


Höre, mein Volk, meine Unterweisung, *
neigt euer Ohr dem Wort meines Mundes.


    Ich will meinen Mund
    auftun zu einem Spruch, *
    will Geschichten
    aus der Vorzeit verkünden.


Was wir hörten und was wir erfuhren, *
und was unsre Väter uns erzählten,


    das wollen wir unsern Kindern
    nicht verschweigen,*
    sondern dem künftigen
    Geschlecht berichten:


Die Ruhmestaten des HERRN und Seine Macht, *
Seine Wunder, die Er getan hat.


    Wunder tat Er vor ihren Vätern *
    in Ägypten, im Gefilde von Zoan.


Er teilte das Meer, ließ sie hindurchziehn, *
staute das Wasser wie einen Damm.


    Bei Tag führte Er sie in der Wolke *
    und die ganze Nacht im Feuerschein.


Er spaltete Felsen in der Wüste *
und tränkte sie mit Wasser in Fülle.


    Er ließ Bäche sprudeln aus dem Felsen *
    und Wasser niederfließen wie Ströme. (+)

Doch sie fuhren fort, gegen Ihn zu sündigen, *
und sie trotzten dem Höchsten in der Wüste.


    Wenn Er sie tötete, suchten sie Ihn, *
    kehrten um und fragten nach Gott.


Sie dachten daran, dass der Herr ihr Fels ist *
und Gott, der Höchste, ihr Erlöser.


    Doch sie betrogen Ihn mit ihrem Mund *
    und belogen Ihn mit ihrer Zunge.


Und ihr Herz hielt nicht fest an Ihm, *
sie blieben Seinem Bund nicht treu.


    Doch Er ist barmherzig, /
    die Schuld vergibt Er *
    und vertilgt nicht. (+)

Oft wendet Er ab Seinen Zorn *
und erweckt nicht all Seinen Grimm.


    Er dachte daran, dass sie Fleisch sind, *
    ein Hauch, der vergeht und nicht wiederkehrt.


Wie Himmelshöhen baute Er Sein Heiligtum, *
fest wie die Erde, die Er gegründet für immer.


    Und Er erwählte David, Seinen Knecht, *
    nahm ihn weg von den Hürden der Schafe,


holte ihn von den Muttertieren fort, /
dass er weide Jakob, Sein Volk, *
Israel, Sein Erbe.


    Er weidete sie mit lauterem Herzen *
    und leitete sie mit kluger Hand. +

Antiphon
Heute, wenn ihr Seine Stimme hört,
so verstockt euer Herz nicht.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Heute, wenn ihr Seine Stimme hört,
so verstockt euer Herz nicht.

VITA

Philipp Jakob Spener
Er wurde 1635 in Rappoltsweiler im Elsass geboren. Von Kind an wurde er von seinen Eltern und seiner Patin Agatha von Rappoltstein, die mit Johann Arndt befreundet war, auf das Predigeramt hingeführt. Er studierte in Straßburg und Basel. Dabei beschränkte sich sein Interesse nicht auf die Theologie. In Basel lernte er die reformierte Kirche und vor allem den Jesuiten Labadie, der zu den Reformierten konvertiert war, kennen. Labadie vermittelte ihm, dass Hauskreise und Bibelkreise wirkungskräftiger seien als wortgewaltige Predigten. Spener wurde dann 1662 Prediger in Straßburg, studierte aber auch weiterhin und hielt Vorlesungen. 1666 wurde er als Senior nach Frankfurt am Main berufen. Hier führte er den Konfirmandenunterricht ein. Nach einer Erweckung in seiner Gemeinde legte er besonderen Wert auf Versammlungen außerhalb der Gottesdienste, um so eine Kerngemeinde heranzubilden. Diese Versammlungen stießen bald auf Spott und Ablehnung. Ihre Mitglieder wurden als Pietisten oder Frömmler verspottet, die Theologen warfen ihm vor, er predige die Werkgerechtigkeit und in den eigenen Reihen musste Spener gegen geistlichen Hochmut und Separationstendenzen angehen. Dennoch wurden in vielen Orten Gemeinschaftsversammlungen nach seinem Vorbild gegründet (z. B. in Hamburg, Augsburg und Essen). 1686 wurde Spener als Hofprediger nach Dresden berufen und führte den Katechismusunterricht ein. Intrigen des Hofes und der Theologen gegen ihn machten seine Stellung schließlich unhaltbar, so dass er einen Ruf nach Berlin annahm. Er wurde Mitglied des Konsistoriums und setzte sich besonders für die Gründung der Universität Halle ein. Mit der Berufung seiner Freunde Anton, Breithaupt und Francke nach Halle wurde die Universität zum Zentrum der Erneuerungsbewegung, die Spener ins Leben gerufen hatte. Er starb am 5. Februar 1705 in Berlin.

KURZLESUNG

Wochenspruch
Heute, wenn ihr Seine Stimme hören werdet,
so verstockt eure Herzen nicht.


Lesung
1. Korinther 13, 1-3
Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.

RESPONSORIUM

Noten

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

ANBETUNG - ANGELUS

Du, Herr, hast die Welt geschaffen und trägst sie mit großer Kraft. Du schaffst alle Dinge täglich neu durch Dein mächtiges Wort. Du waltest im Lauf der Zeiten und erfüllst die Jahre mit Deinem Segen. Samen gibst Du und gibst die Ernte, Arbeit gibst Du und förderst das Werk unserer Hände. Inmitten der Schmerzen erquickst Du uns mit Deinem Trost, inmitten der Unrast rufst Du uns zu Sammlung und Stille. Wir beten Dich an:
    Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
    der Allmächtige, der da ist und der da war
    und der da kommt.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

MITTAGSKOLLEKTE

Gott, Du Hort aller Güte. Du schaffst heiligen Mut, guten Rat und rechte Werke. Gib uns den Frieden, den die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen Deiner Weisung folgen und wir unter Deinem Schutz vor dem Bösen bewahrt bleiben. Durch Jesus Christus, unsern Bruder und Herrn.
    Amen

SEGEN

Der Herr unser Gott sei uns freundlich
    und fördere das Werk unserer Hände

Vesper

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