Dienstag - 1. August 2017
7. SONNTAG NACH TRINITATIS

Am Tisch des Herrn



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

O Gott, Du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
Dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 9 A VIII


Danken will ich Dir, HERR, von ganzem Herzen, *
erzählen will ich von all Deinen Wundern.


    Ich will Deiner mich freuen und jauchzen, *
    will Deinem Namen singen, du Höchster.


Denn zurückgewichen sind meine Feinde, *
sie fallen und vergehen vor Deinem Antlitz.


    Ja, Du hast mir Recht verschafft
    und meinen Streit geführt,*
    Du hast Dich auf den Thron gesetzt -
    ein gerechter Richter.


Der HERR bleibt ewig, *
zum Gericht ist aufgestellt Sein Thron.


    Er richtet den Erdkreis mit Gerechtigkeit, *
    spricht den Völkern gerechtes Urteil.


Der HERR wird dem Bedrückten zur Burg, *
eine Burg zur Zeit der Bedrängnis.


    Auf Dich vertrauen,
    die Deinen Namen kennen, *
    denn Du, H
ERR,verlässt nicht, die Dich suchen.

Singt dem HERRN, der auf dem Zion wohnt, *
tut kund unter den Völkern Seine Taten!


    Denn der die Blutschuld rächt, denkt an sie, *
    Er vergisst nicht das Schreien der Armen. +

[Antiphon
Du, H
ERR, bleibst ewiglich,
Du sitzt auf dem Thron ein gerechter Richter.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Du, H
ERR, bleibst ewiglich,
Du sitzt auf dem Thron ein gerechter Richter.

Wochenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 107 A I


Dankt dem HERRN, denn er ist freundlich, *
und ewig währt Seine Güte.


    So sollen sagen die Erlösten des HERRN, *
    die Er erlöst hat aus der Hand der Bedränger.


Er hat sie aus den Ländern versammelt, /
vom Aufgang und vom Untergang, *
vom Norden und vom Meer. +

Sie irrten umher in Steppe und Wüste, *
zu einer Stadt zum Wohnen fanden sie nicht.


    Sie waren hungrig und durstig, *
    ihre Seele verschmachtete.


Da schrien sie zum HERRN in ihrer Not, *
der riss sie aus ihrer Bedrängnis,


    und führte sie auf richtigem Wege, *
    dass sie kamen zu einer bewohnten Stadt.


Die sollen dem HERRN danken für Seine Güte, *
für Sein wunderbares Tun an den Menschen.


    Denn Er sättigt die dürstende Seele, *
    die hungernde füllt Er mit Gutem. +

Antiphon
So seid ihr nun nicht mehr Gäste und
Fremdlinge, sondern Mitbürger der
Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
So seid ihr nun nicht mehr Gäste und
Fremdlinge, sondern Mitbürger der
Heiligen und Gottes Hausgenossen.

VITA

Gustav Werner
Er wurde 1809 in Zwiefalten geboren. Während des Theologiestudiums in Tübingen lernte er Swedenborgs Schriften kennen und beschloss, seinen Glauben in der Liebe zu erweisen. Er ging zum weiteren Studium nach Straßburg und kam hier mit dem Freundeskreis Oberlins zusammen. Von einem Freund Oberlins erhielt er dessen Ring mit dem Auftrag, das Werk der Liebe fortzuführen. Von 1832 bis 1840 war er Vikar in Waldorf bei Tübingen. Hier setzte er sich gegen den Widerstand seiner Gemeinde für die Kinder einer armen Witwe ein. Nur eine Frau unterstützte ihn und richtete auf seinen Rat eine Kinderschule ein. Freunde aus Reutlingen gaben finanzielle Unterstützung. Als publik wurde, dass Werner auch Erbauungsstunden hielt, wurde ihm dies untersagt. Er legte daraufhin sein Vikariat nieder und ging nach Reutlingen. Hier gründete er ein Waisenhaus und konnte zahlreiche ehrenamtliche Helfer für dieses Werk gewinnen. Er sah die Industrie als Ort, an dem der Sieg Christi erkämpft werden müsse und meinte, nur die Liebe könne eine gerechte Ordnung auch im Arbeitsleben erreichen. Um seine Ideen in die Tat umzusetzen, kaufte er 1849 die Reutlinger Papierfabrik. Die Hausgenossen lebten in freiwilliger Gütergemeinschaft, andere gaben den Zehnten zur Unterstützung des Werkes. Zu dem Stammhaus kamen im Laufe der Jahre 30 Betriebe hinzu, wirtschaftliche Betriebe, die auch für schwer vermittelbare Menschen Arbeitsplätze anboten und Waisen- und Rettungshäuser. Auf die Dauer konnten die Wirtschaftsbetriebe die soziale Arbeit nicht tragen, da viele Helfer wieder absprangen oder unbrauchbar waren. 1861 kam es zur Krise, der Staat griff helfend ein, forderte aber die Trennung der Wirtschaftsbetriebe von den Rettungshäusern. Ein Teil des erzielten Überschusses in den Wirtschaftsbetrieben floss aber weiter in die Rettungshäuser, so dass das Werk Werners auch nach seinem Tod 1887 fortgeführt werden konnte und auch heute noch besteht.

KURZLESUNG

Wochenspruch
So seid ihr nun nicht mehr Gäste und
Fremdlinge, sondern Mitbürger der
Heiligen und Gottes Hausgenossen.


Lesung
1. Tim 6, 11b-12
Jage
{aber} nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut! Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.

RESPONSORIUM

Ich danke Dir, Herr, von ganzem Herzen, *
vor den Engeln will ich Dir lobsingen.
    Ich danke Dir, Herr, von ganzem Herzen, *
    vor den Engeln will ich Dir lobsingen.
Ich will anbeten in Deinem Tempel,
Deinen Namen will ich preisen.
    vor den Engeln will ich Dir lobsingen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste.
    Ich danke Dir, Herr, von ganzem Herzen, *
    vor den Engeln will ich Dir lobsingen.

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

ANBETUNG - ANGELUS

Wir loben Dich und beten Dich an: Du stehst in der Mitte. Du gibst allem Leben Maß, Richtung und Ziel. Du bist königlich groß und allein Du bist gnädig. Was geschieht, kommt aus Deiner Hand. Du kennst alle Dinge und siehst alle unsere Wege. Du bist ein barmherziger Richter. Überwinde, was sich Dir entgegenstellt. Urteile, was Dir nicht angehört. Dein ist die Macht und Dein ist die Ehre. Mach unsere Hoffnung groß und unser Verlangen rein. Dir nahen wir. Wir beten dich an:
    Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
    der Allmächtige, der da ist und der da war
    und der da kommt.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

MITTAGSKOLLEKTE

Frieden suchen wir, Gott, denn wir leben in Unfrieden mit uns selbst, mit Dir, unserem Vater, mit anderen Menschen. Nimm von uns, was Angst und Hass in uns weckt, und gib, dass wir Frieden finden durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Bruder und Herrn.
    Amen.

SEGEN

Der Herr unser Gott sei uns freundlich
    und fördere das Werk unserer Hände

Vesper

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