Donnerstag - 30. August 2018
13. SONNTAG NACH TRINITATIS

Der barmherzige Samariter



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Der Mittag kommt, Gott, sei uns nah;
wir halten inne zum Gebet.
Dich suchen wir, der Raum und Zeit
mit seiner Ewigkeit umfängt.

Dein Bund besteht, Gott, Du bist treu:
Bewahrung zeigt Dein Bogen an.
Durch Weisung segnest Du Dein Volk.
Versöhnung künden Brot und Wein.

Schenk Frieden, Gott, im Streit der Welt.
Lass Ruhe finden, die bedrängt.
Zeig gnädig uns Dein Angesicht
als Schöpfer, Retter, Tröstergeist. Amen.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 111 VIII


Danken will ich dem HERRN von ganzem Herzen *
im Kreis der Getreuen, in der Gemeinde.


    Groß sind die Taten des HERRN, *
    allen erfahrbar, die sich daran freun.


Hoheit und Pracht ist Sein Tun, *
Seine Gerechtigkeit besteht auf ewig.


    Er hat ein Gedächtnis gestiftet
    Seiner Wunder, *
    gnädig und barmherzig ist der H
ERR.

Speise gab Er denen, die Ihn fürchten, *
Er gedenkt Seines Bundes auf ewig.


    Die Macht Seiner Taten
    machte Er kund Seinem Volk, *
    ihnen zu geben das Erbe der Heiden.


Die Werke Seiner Hände sind Treue und Recht, *
verlässlich sind all Seine Gebote,


    sie stehen fest für immer und ewig, *
    geschaffen in Treue und Redlichkeit.


Erlösung sandte Er Seinem Volk, /
Er hat Seinen Bund bestimmt auf ewig. *
Heilig und furchtgebietend ist Sein Name.


    Die Furcht des HERRN
    ist der Anfang der Weisheit,/ .
    einsichtig sind alle, die danach tun. *
    Sein Ruhm bleibt bestehen für immer. +

[Antiphon
Der H
ERR hat Seinem Volk Erlösung gesandt;
Er verheißt: »Mein Bund bleibt für ewig.«

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Der H
ERR hat Seinem Volk Erlösung gesandt;
Er verheißt: »Mein Bund bleibt für ewig.«

Wochenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 112 VIII


Selig der Mensch, der den HERRN fürchtet, *
große Freude hat an Seinen Geboten.


    Seine Nachkommen
    werden mächtig im Lande, *
    gesegnet als Geschlecht der Redlichen.


Wohlstand und Reichtum sind in seinem Haus, *
seine Gerechtigkeit bleibt für immer.


    Im Finstern strahlt den Getreuen ein Licht, *
    gnädig und barmherzig ist der Gerechte.


Wohl dem, der gütig ist und gerne leiht, *
der das Seine ordnet, wie es recht ist.


    Denn er wird nicht wanken auf ewig, *
    ewig gedenkt man des Gerechten.


Böse Gerüchte muss er nicht fürchten, *
fest ist sein Herz, er vertraut auf den H
ERRN.

    Sein Herz ist getrost, er hat keine Furcht, *
    bis er herabsieht auf seine Feinde.


Reichlich verteilt er und gibt den Armen, /
ewig bleibt seine Gerechtigkeit, *
hoch in Ehren steht seine Kraft. +

Antiphon
Was ihr getan habt einem von
diesen Meinen geringsten
Brüdern, das habt ihr Mir getan.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Was ihr getan habt einem von
diesen Meinen geringsten
Brüdern, das habt ihr Mir getan.

VITA

Mathis Gothard genannt Grünewald
Mathis wurde vielleicht um 1460 in Würzburg geboren. Er hieß wohl Neithard oder Nidhart, nannte sich aber Gothard und wurde irrtümlich seit 1675 Grünewald genannt. Andere Forscher nehmen an, dass er Matthias Grün hieß und in der Nähe von Aschaffenburg geboren wurde. Über sein Leben ist kaum etwas bekannt. 1485 lebte er als Bürger und Meister in Aschaffenburg. Werke aus dieser Zeit sind aber nicht bekannt. Dann zog er nach Seligenstadt, wo er wohl 20 Jahre lebte. In dieser Zeit entstanden Beziehungen zum Erzbischof Albrecht von Mainz, in dessen Dienst Gothart seit 1509 stand. Von hier aus kam Gothart zum Abt des Klosters Isenheim im Elsaß. Hier bemalte er um 1512 bis 1516 den von Nikolaus Hagenauer geschnitzten Schreinaltar. Im Bauernkrieg 1525 endete die Beziehung zu Albrecht und Gothart zog nach Frankfurt. Er verfasste sein Testament, zog dann aber kurz vor seinem Tode noch nach Halle, wo er am 31. August 1528 verstarb. Er führte ein zurückgezogenes Leben, war melancholisch gestimmt und wollte seine Werke nicht bekannt machen. So ist es wohl zu erklären, dass schon 1598 nicht mehr festzustellen war, wer den Isenheimer Altar gemalt hatte. Die Botschaft des Altars von der grundlosen und unermesslichen Gnade Gottes sollte besonders die Kranken ansprechen, die im Kloster gepflegt wurden und oft keine leibliche Genesung mehr erwarten konnten. Der Isenheimer Altar wurde in seiner Eindringlichkeit zu einem reformatorischen Zeugnis bevor Luther sein Wort verkündete. Weitere von Gothart gemalte Altarbilder befinden sich überwiegend in Süddeutschland.

KURZLESUNG

Wochenspruch
Was ihr getan habt einem von
diesen Meinen geringsten
Brüdern, das habt ihr Mir getan.


Lesung
1. Petr 2, 9
Ihr
{aber} seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht.

RESPONSORIUM

Noten

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

ANBETUNG - ANGELUS

Herr, wir danken Dir für die Macht Deiner Offenbarung. Du sammelst Dein Volk aus aller Welt Enden. Du kommst zu allen Zeiten und bist König und Herr. Du brichst allen Widerstand und baust Deine Kirche. Herr, wir bitten Dich: Lass Deine ganze Christenheit vereinigt werden; bringe zusammen, die Du gerufen und Dir erwählt hast; zerbrich die Mauern, die uns trennen, und wehre allen, die Unfrieden stiften. Herr, wir bitten Dich: Lass vereinigt werden alle, die Dich anbeten, den einen Gott. Herr, wir bitten Dich: Es komme der Tag, da eine Herde und ein Hirte ist. Du tust Wunder und richtest alles zu Deinen Zielen aus. Wir beten Dich an:
    Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
    der Allmächtige, der da ist und der da war
    und der da kommt.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

MITTAGSKOLLEKTE

Gott. Wir hungern nach Gerechtigkeit und dürsten nach Liebe; denn Unrecht und Hass machen unser Leben bitter und hart. So lass Deinen Geist unter uns herrschen, dass wir einander Frieden und Verstehen schenken und Brot und Freude teilen nach dem Beispiel Jesu, Deines Sohnes, unseres Bruders und Herrn.
    Amen.

SEGEN

Gott schenke uns Frieden
    und ewiges Leben

Vesper

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