Sonntag - 12. November 2017
DRITTLETZTER SONNTAG
IM KIRCHENJAHR

Mitten unter uns



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Du Geist, der unser Beistand ist,
eins mit dem Vater und dem Sohn:
Komm jetzt herab in Deiner Huld,
ergieße Dich in unsre Brust.

Mit Mund und Herz, mit Sinn und Geist,
Gott, dich bekenne unser Lob.
Der Liebe Feuer flamme auf,
die Glut entzünde jedes Herz.

Dies schenk uns, Vater voller Macht,
durch Jesus Christus, unsern Herrn,
der mit dem Geiste und mit Dir
regiert in alle Ewigkeit. Amen.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 150 VII


Lobt Gott in Seinem Heiligtum, *
lobt Ihn in der Feste Seiner Macht!


    Lobt Ihn für Seine mächtigen Taten, *
    lobt Ihn in Seiner großen Herrlichkeit!


Lobt Ihn mit dem Schall der Posaunen, *
lobt Ihn mit Psalter und Harfen!


    Lobt Ihn mit Pauken und Reigen, *
    lobt Ihn mit Saiten und Pfeifen!


Lobt Ihn mit klingenden Zimbeln, *
lobt Ihn mit klirrenden Zimbeln!+

[Antiphon
Alles, was Odem hat, lobe den H
ERRN

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Alles, was Odem hat, lobe den H
ERRN

Wochenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 90 IV


HERR, Du bist unsre Zuflucht *
durch alle Geschlechter.


    Ehe die Berge wurden, /
    die Erde entstand und das Weltall, *
    bist Du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.


Du bringst die Menschen zurück zum Staub *
und sprichst:
„Kommt wieder, ihr Menschenkinder.”


    Denn tausend Jahre sind in Deinen Augen /
    wie der Tag, der gestern vergangen ist, *
    und wie eine Wache in der Nacht.


Du säst sie aus von Jahr zu Jahr, *
sie sind wie Gras, das nachwächst.


    Am Morgen blüht es und sprießt, *
    am Abend welkt es und verdorrt. (+)

Wir vergehen durch Deinen Zorn, *
wir werden erschreckt durch Deinen Grimm.


    Unsre Sünden stellst Du Dir vor Augen, *
    ins Licht Deines Angesichts verborgne Schuld.


Ja, all unsre Tage
schwinden vor Deinem Grimm, *
und unsre Jahre gehen dahin wie ein Seufzer.


    Siebzig Jahre währt unser Leben, *
    sind wir bei Kräften, sind es achtzig.


Das meiste daran ist Mühsal und Trug, *
ja, schnell geht es dahin, als flögen wir.


    Wer kennt die Gewalt Deines Zornes, *
    und wer fürchtet sich vor Deinem Grimm?


Lehre uns, unsre Tage zu zählen, *
damit wir gewinnen ein weises Herz. +


H
ERR, kehr Dich uns endlich wieder zu *
und erbarme Dich Deiner Knechte!


    Sättige uns am Morgen mit Deiner Gnade: *
    dass wir jubeln und froh sind all unsre Tage!


Erfreue uns
soviel Tage, wie Du uns beugtest, *
soviel Jahre, wie wir Leid gesehn.


    Lass Dein Tun
    offenbar werden an den Deinen *
    und Deine Herrlichkeit an ihren Kindern!


Die Freundlichkeit des HERRN sei über uns! /
Lass das Werk unsrer Hände bestehen, *
ja, lass bestehen unsrer Hände Werk! +

Antiphon
Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade,
siehe, jetzt ist der Tag des Heils.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade,
siehe, jetzt ist der Tag des Heils.

VITA

Christian Gottlob Barth
Der Handwerkerssohn wurde 1799 in Stuttgart geboren. Seine Eltern waren Pietisten und ihr Sohn neigte auch dem Pietsimus zu. Nach dem Studium der Theologie kam er 1824 als Pfarrer nach Möttlingen bei Calw. Wie viele seiner Gemeindeglieder erwartete er aufgrund Bengels Berechnungen das nahe Ende der Welt. Er verfiel aber nicht in Schwärmerei wie manche Gemeindeglieder, sondern rief dazu auf, alle Menschen zu Gott zu führen, die erreicht werden konnten. Deshalb setzte er sich auch für die Mission ein. Er gründete das Calwer Missionsblatt und acht weitere Zeitschriften und gab insgesamt über 600 Schriften heraus. Am bekanntesten wurden seine „Zweymal zwey und fünfzig biblische Geschichten für Schulen und Familien”. Sie wurden in 87 Sprachen übersetzt und über 100 Jahre in 483 Auflagen herausgegeben. Die schriftstellerische und verlegerische Arbeit bestimmte Barth schließlich, das Pfarramt an Johann Christoph Blumhardt abzugeben. In Calw wirkte er dann bis zur Erschöpfung für die Mission und seinen Verlag. 1860 musste er seine Arbeit einstellen. Seine „Jugend-Blätter” erschienen bis 1951. Aus dem von ihm 1833 gegründeten Calwer Verlagsverein ist der Calwer Verlag hervorgegangen. Christian Gottlob Barth starb am 12. November 1862 in Calw.

KURZLESUNG

Wochenspruch
Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade,
siehe, jetzt ist der Tag des Heils.


Lesung
Röm 8,31b-35.37-39
Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt. Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

RESPONSORIUM

Herr, ich rufe zu Dir *
ich sage: Du bist meine Zuflucht.
    Herr, ich rufe zu Dir *
    ich sage: Du bist meine Zuflucht.
Du bist mein Anteil im Lande der Lebenden,
    ich sage: Du bist meine Zuflucht.
Ehre dem Vater, Ehre dem Sohn,
Ehre dem Heiligen Geiste.
    Herr, ich rufe zu Dir *
    ich sage: Du bist meine Zuflucht.

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

FRIEDENSBITTEN

Führe uns vom Tod zum Leben
    vom Irrtum zur Wahrheit
Führe uns vom Zweifel zur Hoffnung
    von der Angst zum Vertrauen
Führe uns vom Hass zur Liebe
    vom Krieg zum Frieden
Lass Frieden erfüllen unser Herz
    unsre Welt und das All.

MITTAGSKOLLEKTE

Gott, Du ewiger Friede. Du willst Frieden schenken und hast durch Christus verkündet, dass die Friedensstifter Deine Kinder heißen. Erfülle uns mit Verlangen nach Frieden, dass Hass und Zank verschwinden und wir mit Lust nach allem trachten, was dem Frieden dient. Das bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
    Amen

SEGEN

Gott schenke uns Frieden
    und ewiges Leben

Vesper

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