Freitag - 2. November 2018
22. SONNTAG NACH TRINITATIS

In Gottes Schuld



 Sext/Mittagsgebet


INGRESSUS

Gott, gedenke mein nach Deiner Gnade.
    Herr, erhöre mich mit Deiner treuen Hilfe.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
    und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Noten

Der Tag strebt seiner Höhe zu,
der Mittag ruft uns zum Gebet:
wir loben Gott und bitten Ihn
um Segen für den heil'gen Dienst.

Es leuchtet uns die Stunde auf,
da Jesus Christus, Gottes Sohn,
als Opferlamm am Kreuz erhöht,
zu unserm Heil sich dargebracht.

O wahre Sonne dieser Welt,
vor Dir verblasst des Mittags Schein;
die Schöpfung ist durch Dich erlöst
und strahlt verklärt in Deinem Licht.

Den ew'gen Vater preisen wir
und Jesus Christus, Seinen Sohn,
den Beistand auch, den Heil'gen Geist,
der uns erleuchtet, stärkt und führt. Amen.

PSALMGEBET

Stundenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 13 IV


Wie lange noch willst Du mich vergessen, HERR? *
wie lange noch verbirgst Du Dein Antlitz vor mir?


    Wie lange noch
    muss ich mich sorgen in meiner Seele, /
    Kummer tragen
    in meinem Herzen Tag für Tag, *
    wie lange noch
    erhebt sich über mich mein Feind?


Schau her, gib mir Antwort, HERR, mein Gott, *
erleuchte meine Augen,
dass ich nicht im Tod entschlafe!


    Dass mein Feind nicht sage: /
    „Ich hab ihn überwältigt”, *
    meine Gegner sich nicht freuen,
    dass ich wanke.


Ich aber traue auf Deine Gnade, *
mein Herz freut sich Deiner Hilfe.


    Dem HERRN will ich singen, *
    denn Er hat mir Gutes getan! +

[Antiphon
Schau doch her, gib mir Antwort, H
ERR!
Ich traue darauf, dass Du gnädig bist.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne *
und dem Heiligen Geiste,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.]

Antiphon
Schau doch her, gib mir Antwort, H
ERR!
Ich traue darauf, dass Du gnädig bist.

Wochenpsalm

Antiphon

Noten

Noten

Psalm 143 II


HERR, höre mein Beten, *
vernimm mein Flehen!


    Gib mir Antwort in Deiner Treue, *
    in Deiner Gerechtigkeit!


Geh nicht ins Gericht mit mir, *
keiner, der lebt, ist vor Dir gerecht.


    Denn der Feind verfolgt mich, *
    er tritt mein Leben zu Boden,


lässt mich wohnen in Finsternis *
gleich denen, die tot sind für ewig.


    Und mein Geist verzagt in mir, *
    das Herz erstarrt mir in der Brust.


Ich gedenke der Tage von einst,/
sinne nach über all Deine Taten, *
das Werk Deiner Hände will ich erwägen.


    Ich breite zu Dir meine Hände aus, *
    meine Seele dürstet nach Dir
    wie dürres Land. (+)

H
ERR, antworte mir bald, *
mein Geist hat sich verzehrt.


    Verbirg nicht vor mir Dein Angesicht, *
    sonst gleiche ich denen, die in die Grube fahrn.


Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, *
denn auf Dich setze ich mein Vertrauen.


    Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; *
    denn zu Dir erhebe ich meine Seele.


Rette mich, HERR, vor meinen Feinden, *
zu Dir nehme ich meine Zuflucht.


    Um Deines Namens willen, HERR,
    gib mir Leben,*
    in Deiner Gerechtigkeit führ mich aus der Not.


Lehre mich tun nach Deinem Willen, *
denn Du bist mein Gott;


    Dein guter Geist möge mich leiten *
    auf ebenem Land. +

Antiphon
Bei Dir ist die Vergebung,
dass man Dich fürchte.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,


    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

Antiphon
Bei Dir ist die Vergebung,
dass man Dich fürchte.

VITA

Johann Albrecht Bengel
Der Pfarrerssohn wurde am Geburtstag seines Urgroßvaters Johannes Brenz 1687 in Winnenden geboren. Nach dem Theologiestudium in Tübingen war er noch ein Jahr Repetent am Stift, das zu der Zeit stark vom radikalen Pietismus beeinflusst war. Er wurde Vikar, unternahm dann eine längere Reise, auf der er in Halle den Francke-Kreis kennen und schätzen lernte. 1713 wurde er zum Leiter der Klosterschule Denkendorf berufen. 28 Jahre lang leitete Bengel die Klosterschule in Denkendorf, dann wurde er 1741 zum Prälat in Herbrechtingen berufen und 1749 auf die Prälatur Alpirsbach und in das Stuttgarter Konsistorium. Hier setzte er sich für kirchenfreundliche Privatversammlungen ein. Bengel bewahrte sich zeitlebens einen schlichten kindlichen Glauben. Er verfasste zahlreiche Bücher, z. B. eine textkritische Ausgabe des Neuen Testaments im Urtext (1734) und den „Gnomon”, kurze Auslegungen zum Neuen Testament. Besonders beschäftigte ihn die Offenbarung. Zahlreiche seiner Erklärungen und Deutungen sind eingetroffen, nicht aber seine Zahlendeutungen. Er berechnete als Ende der Welt den 18. Juni 1836. Manche Schwaben verließen darauf ihre Heimat, um insbesondere im Kaukasus Zuflucht vor dem kommenden Antichrist zu finden. Bengel starb am 2. November 1752 in Stuttgart.

KURZLESUNG

Wochenspruch
Bei Dir ist die Vergebung,
dass man Dich fürchte.


Lesung
Hebr 12, 1b-2
Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl Er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und Sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.

RESPONSORIUM

Noten

KYRIE - VATERUNSER

Kyrie eleison.
    Christe eleison. Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel, . . .

ANBETUNG - ANGELUS

Ehre sei Dir, Herr, und Lob und Dank; denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. Wir bitten Dich: Lehre uns Deinen Prüfungen stille halten; lehre uns an Deiner Liebe nie irre werden; lehre uns verstehen, was zu unserem Frieden dient. Lass uns wachsen und reifen in Deiner Erkenntnis; lass uns hören, wenn Du mit uns redest; lass uns in allem Leid Deine Hand festhalten. Herr, hilf uns, dass wir uns Deinem Willen völlig beugen; Herr, hilf uns, dass wir uns Deinem Willen dankbar beugen; Herr, hilf uns, dass wir Dich auch in Trübsal und Not preisen. Wir beten Dich an:
    Heilig, Heilig, Heilig, ist Gott der Herr,
    der Allmächtige, der da ist und der da war
    und der da kommt.

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing von dem Heiligen Geiste.
STILLE
Siehe, ich bin des Herrn Magd;
mir geschehe, wie du gesagt hast.
STILLE
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen Seine Herrlichkeit.
STILLE
Deine Gnade, Herr, gieße uns in Herz und Sinn. Wir hören, was der Engel verkündigt und glauben: Christus, Dein Sohn, ist Mensch geworden. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Dir sei Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

MITTAGSKOLLEKTE

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, hier und in all Deinen Kirchen auf der ganzen Erde. Wir preisen Dich, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst. Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit.
    Amen.

SEGEN

Der Herr unser Gott sei uns freundlich
    und fördere das Werk unserer Hände

Vesper

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