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Morgen Joh 4, 19-26 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Der die Herzen und Gewissen erforscht, erweist sich der Frau als Prophet, den sie nach dem Ort der rechten Anbetung fragt. Jesus führt sie von dieser Frage hinweg und hin zur Anbetung »im Geist und in der Wahrheit«. Kein schlimmeres Mißverständnis, als wenn diese Stelle auf rein geistige und kultlose Gottesverehrung gedeutet wird. Echte Anbetung geschieht in Vollmacht und durch Kraft heiligen Gottesgeistes gemäß göttlicher Selbstmitteilung in Seiner Offenbarung und göttlichen Wirklichkeit. Diese ist für uns in Jesus gegenwärtig. (Spieker [5], S. 55) Abend Der HERR hat seinen Grimm austoben lassen, er hat seinen grimmigen Zorn ausgeschüttet; er hat in Zion ein Feuer angesteckt, das auch ihre Grundfesten verzehrt hat. Es hätten's die Könige auf Erden nicht geglaubt noch alle Leute in der Welt, daß der Widersacher und Feind zum Tor Jerusalems einziehen könnte. Es ist aber geschehen wegen der Sünden ihrer Propheten und wegen der Missetaten ihrer Priester, die dort der Gerechten Blut vergossen haben. Sie irrten hin und her auf den Gassen wie die Blinden und waren mit Blut besudelt, daß man ihre Kleider nicht anrühren konnte; man rief ihnen zu: »Weicht, ihr Unreinen! Weicht, weicht, rührt nichts an!« Wenn sie flohen und umherirrten, so sagte man auch unter den Heiden: »Sie sollen nicht länger bei uns bleiben.« Des HERRN Zorn hat sie zerstreut; er will sie nicht mehr ansehen. Die Priester ehrte man nicht, und an den Alten übte man keine Barmherzigkeit. Noch immer blickten unsre Augen aus nach nichtiger Hilfe, bis sie müde wurden; und wir warteten auf ein Volk, das uns doch nicht helfen konnte. Man jagte uns, daß wir auf unsern Gassen nicht gehen konnten. Da kam unser Ende; unsere Tage sind aus, unser Ende ist gekommen. Unsre Verfolger waren schneller als die Adler unter dem Himmel. Auf den Bergen haben sie uns verfolgt und in der Wüste auf uns gelauert. Der Gesalbte des HERRN, der unser Lebensodem war, ist gefangen worden in ihren Gruben; wir aber dachten: »In seinem Schatten wollen wir leben unter den Völkern.« Klgl 4, 11-20 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart |
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| © Joachim Januschek Letzte Änderung: 11-07-25 |