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Vorabend Am einundzwanzigsten Tage des siebenten Monats geschah des HERRN Wort durch den Propheten Haggai: Sage zu Serubbabel, dem Sohn Schealtiëls, dem Statthalter von Juda, und zu Jeschua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und zu den übrigen vom Volk und sprich: Wer ist unter euch noch übrig, der dies Haus in seiner früheren Herrlichkeit gesehen hat? Und wie seht ihr's nun? Sieht es nicht wie nichts aus? Aber nun, Serubbabel, sei getrost, spricht der HERR, sei getrost, Jeschua, du Sohn Jozadaks, du Hoherpriester! Sei getrost, alles Volk im Lande, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch, spricht der HERR Zebaoth, nach dem Wort, das ich euch zusagte, als ihr aus Ägypten zogt; und mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht! Denn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist nur noch eine kleine Weile, so werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Trockene erschüttern. Ja, alle Heiden will ich erschüttern. Da sollen dann kommen aller Völker Kostbarkeiten, und ich will dies Haus voll Herrlichkeit machen, spricht der HERR Zebaoth. Denn mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR Zebaoth. Es soll die Herrlichkeit dieses neuen Hauses größer werden, als die des ersten gewesen ist, spricht der HERR Zebaoth; und ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaoth. Hagg 2, 1-9 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Diese Schau des neuen Tempels wird erfüllt werden, wenn die Fülle der Heidenvölker einströmen wird in die Kirche Jesu Christi. Gott bewegt den ganzen Erdkreis, daß die Heiden zu dem neuen Tempel hinaufziehen. Diese Bewegung ist auch heute mitten unter aller Gottlosigkeit zu spüren (Spieker [5], S. 9) Alttestamentliche Lesung So schau nun vom Himmel und sieh herab von deiner heiligen, herrlichen Wohnung! Wo ist nun dein Eifer und deine Macht? Deine große, herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich. Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiß von uns nichts, und Israel kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater; "Unser Erlöser", das ist von alters her dein Name. [Warum läßt du uns, HERR, abirren von deinen Wegen und unser Herz verstocken, daß wir dich nicht fürchten? Kehr zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Erbe sind! Kurze Zeit haben sie dein heiliges Volk vertrieben, unsre Widersacher haben dein Heiligtum zertreten. Wir sind geworden wie solche, über die du niemals herrschtest, wie Leute, über die dein Name nie genannt wurde.] Ach daß du den Himmel zerrissest und führest herab, daß die Berge vor dir zerflössen, wie Feuer Reisig entzündet und wie Feuer Wasser sieden macht, daß dein Name kundwürde unter Deinen Feinden und die Völker vor dir zittern müßten, wenn du Furchtbares tust, das wir nicht erwarten - und führest herab, daß die Berge vor dir zerflössen! - und das man von alters her nicht vernommen hat. Kein Ohr hat gehört, kein Auge hat gesehen einen Gott außer dir, der so wohl tut denen, die auf ihn harren. Jes 63, 15-16 (17-19a) 19b; 64, 1-3 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Gott allein kann den ehernen Himmel aufsprengen und auf uns herabströmen lassen die Fülle Seiner Gnaden. Sein Geist treibt uns, inbrünstig zu rufen, daß Gott zu uns herabkomme und uns schauen lasse, was kein Auge geschaut, und hören, was kein Ohr gehöret hat. (Spieker [2], S. 17) Epistel So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen. Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe. Jak 5, 7-8 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Geduld ist das Darunterbleiben unter der Last. Der Landmann bleibt geduldig, auch wenn der Himmel ehern erscheint, und wartet mit der Erde auf den erquickenden Regen. So bleibt der Christ unter Leid und Not geduldig und wartet auf den Trost Gottes, gestärkt durch das Vorbild der Frommen und durch die Gewißheit des himmlischen Erntetages. (Spieker [5], S. 257 f.) Evangelium Lk 21, 25-33 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Die großen Erschütterungen der Welt, von denen wir Proben im irdischen Raum empfangen haben, sind Vorboten eines unerhörten Geschehens, welches von Gott her auf uns zukommt: das Offenbarwerden Christi als des eigentlichen Herrn der Geschichte. Er kommt, um Gericht zu halten über alles, was dem Willen Gottes widerstrebt. Er kommt zur Erlösung, um den innersten Kern der Menschen und Dinge frei zu legen und offenbar zu machen, wozu Gott sie geschaffen hat. Wir sind mitten auf dem Wege zu diesem Ziel. Das fordert von uns Wachheit und Bereitschaft. (Spieker [5], S. 7) Abend Des Gerechten Weg ist eben, den Steig des Gerechten machst du gerade. Wir warten auf dich, HERR, auch auf dem Wege deiner Gerichte; des Herzens Begehren steht nach deinem Namen und deinem Lobpreis. Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit. Aber wenn dem Gottlosen Gnade widerfährt, so lernt er doch nicht Gerechtigkeit, sondern tut nur übel im Lande, wo das Recht gilt, und sieht des HERRN Herrlichkeit nicht. HERR, deine Hand ist erhoben, doch sie sehen es nicht. Aber sie sollen sehen den Eifer um dein Volk und zuschanden werden. Mit dem Feuer, mit dem du deine Feinde verzehrst, wirst du sie verzehren. Aber uns, HERR, wirst du Frieden schaffen; denn auch alles, was wir ausrichten, das hast du für uns getan. [HERR, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren über uns als du, aber wir gedenken doch allein deiner und deines Namens. Tote werden nicht lebendig, Schatten stehen nicht auf; darum hast du sie heimgesucht und vertilgt und jedes Gedenken an sie zunichte gemacht. Du, HERR, mehrest das Volk, du mehrest das Volk, beweisest deine Herrlichkeit und machst weit alle Grenzen des Landes.] Jes 26, 7-12 (13-15) Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Das Recht Gottes, Sein heiliger Wille, Seine göttliche Verheißung sollen ausstrahlen in die Welt. Die Kirche ist die Trägerin göttlicher Verheißung, durch sie soll das Recht Gottes in der Welt bezeugt werden. Das geschieht, wenn in ihr selber das Leben von Gottes Gerechtigkeit beherrscht und durchwaltet wird. (Spieker [5], S. 8) |
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| © Joachim Januschek Letzte Änderung: 11-10-09 |