Sonntag

15. Januar 2012

 

2. SONNTAG NACH EPIPHANIAS
Der Freudenmeister

 

Predigttext

 

1. Kor 2, 1-10 (IV. Reihe)

Wochenspruch

 

Das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.

Wochenlied

 

Gottes Sohn ist kommen (EG 5)
In dir ist Freude (EG 398)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm   Wochenspruch

Alttestamentliche Lesung    Epistel   Evangelium    Abend

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Vorabend
 
{Und} das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.
Joh 1, 14-18 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Im Gesetz des Mose wird jene heilige Ordnung offenbar, durch welche Gott Seine Schöpfung erhält und Seine Gaben schützt. Deshalb hebt Christus keines der alten Gebote vom Sinai auf, sondern Er faßt sie in einer neuen Tiefe und in ihrem göttlichen Sinn. Die Wandlung von Wasser in Wein, von der unser Sonntags - Evangelium redet, ist ein Gleichnis für jene Wandlung des Gesetzes durch Christi Geist. "Gnade und Wahrheit" sind die Gaben, durch welche uns die Erfüllung des Gesetzes erst ermöglicht wird. (Spieker [5], S. 51)
 
Alttestamentliche Lesung
 
Der HERR sprach zu Mose: Du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen. Und Mose sprach: Laß mich deine Herrlichkeit sehen! Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will vor dir kundtun den Namen des HERRN: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich. Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin. Dann will ich meine Hand von dir tun, und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.
2.Mose 33, 17b-23 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Gottes Angesicht bleibt uns verborgen. Wir können nichts anderes tun. als uns Ihm ergeben in blindem Gehorsam, im Vertrauen darauf, daß doch Gottes Angesicht uns leitet. Erst wenn ein Geschehen abgeschlossen hinter uns liegt, leuchtet vor uns auf, wie auch im dunkelsten und schwersten Schicksal die ewige Güte am Werke war. (Spieker [5], S. 93)
 
Epistel
 
[Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied, und haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Ist jemand prophetische Rede gegeben, so übe er sie dem Glauben gemäß. Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er. Ist jemand Ermahnung gegeben, so ermahne er. Gibt jemand, so gebe er mit lauterem Sinn. Steht jemand der Gemeinde vor, so sei er sorgfältig. Übt jemand Barmherzigkeit, so tue er's gern.]
Die Liebe sei ohne Falsch. Haßt das Böse, hängt dem Guten an. Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht. Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden. Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den geringen. Haltet euch nicht selbst für klug.
Röm 12, (4-8) 9-16 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
"Leib Christi" ist eines der Bilder, mit denen der Apostel die Wirklichkeit der Kirche beschreibt. Sie wird erhalten durch die Fülle der Dienste, welche der Heilige Geist erweckt. Wenn bei uns der Reichtum urchistlicher Gnadengaben nicht wieder erreicht wird, so haben wir allen Grund, mit Inbrunst um die Erweckung solcher Gaben zu bitten, die heute für den Dienst der Kirche in der Welt nötig sind. (Spieker [5], S. 49)
 
Evangelium
 
Und am dritten Tage war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was geht's dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt's dem Speisemeister! Und sie brachten's ihm. Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wußte, woher er kam - die Diener aber wußten's, die das Wasser geschöpft hatten -, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie betrunken werden, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückbehalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.
Joh 2, 1-11 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Mit dem Wort an Seine Mutter "Meine Stunde ist noch nicht gekommen" deutet Christus auf ein Geheimnis, dessen die Menschen zu warten haben: Es ist die Stunde Seines Opfers. In der Stunde, da Sein Blut vergossen wird, spendet Er den Trank des Heils, der unerschöpflich ist und der uns bis in diese Stunde gespendet wird im Sakrament des Altars. (Spieker, [5] S. 40)
 
Abend
 
Als sie nun Mose aussandte, das Land Kanaan zu erkunden, sprach er zu ihnen: Zieht da hinauf ins Südland und geht auf das Gebirge und seht euch das Land an, wie es ist, und das Volk, das darin wohnt, ob's stark oder schwach, wenig oder viel ist; und was es für ein Land ist, darin sie wohnen, ob's gut oder schlecht ist. Und sie kamen bis an den Bach Eschkol und schnitten dort eine Rebe ab mit einer Weintraube und trugen sie zu zweien auf einer Stange, dazu auch Granatäpfel und Feigen. Der Ort heißt Bach Eschkol nach der Traube, die die Israeliten dort abgeschnitten hatten. Und nach vierzig Tagen, als sie das Land erkundet hatten, kehrten sie um, gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Israeliten in die Wüste Paran nach Kadesch und brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Kunde, wie es stand, und ließen sie die Früchte des Landes sehen. Und sie erzählten ihnen und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, in das ihr uns sandtet; es fließt wirklich Milch und Honig darin, und dies sind seine Früchte.
4. Mose 13, 17-19a. 23-27 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

© Joachim Januschek
Letzte Änderung:11-12-27
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