Freitag

6. Januar 2012

 

EPIPHANIAS
Die Herrlichkeit Christi

 

Predigttext

 

Kol 1, 4-27 (IV. Reihe)

Wochenspruch

 

Die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt.

Wochenlied

 

Wie schön leuchtet der Morgenstern (EG 70)
O König aller Ehren (EG 71)


Glaubenszeugen   Wochenpsalm     Wochenspruch

Alttestamentliche Lesung   Epistel   Evangelium   Abend

Gebete: Morgen   Mittag   Abend

Vorabend

Hin zur Weisung und hin zur Offenbarung! Werden sie das nicht sagen, so wird ihnen kein Morgenrot scheinen, sondern sie werden im Lande umhergehen, hart geschlagen und hungrig. Und wenn sie Hunger leiden, werden sie zürnen und fluchen ihrem König und ihrem Gott, und sie werden über sich blicken und unter sich die Erde ansehen und nichts finden als Trübsal und Finsternis; denn sie sind im Dunkel der Angst und gehen irre im Finstern. Doch es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind. Hat er in früherer Zeit in Schmach gebracht das Land Sebulon und das Land Naftali, so wird er hernach zu Ehren bringen den Weg am Meer, das Land jenseits des Jordans, das Galiläa der Heiden.
Jes 8, 20-23 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Alttestamentliche Lesung

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht. Hebe deine Augen auf und sieh umher: Diese alle sind versammelt und kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen und deine Töchter auf dem Arme hergetragen werden. Dann wirst du deine Lust sehen und vor Freude strahlen, und dein Herz wird erbeben und weit werden, wenn sich die Schätze der Völker am Meer zu dir kehren und der Reichtum der Völker zu dir kommt. Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die jungen Kamele aus Midian und Efa. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des HERRN Lob verkündigen.
Jes 60, 1-6 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Licht kommt von Gott, es strahlt auf im geringen Stall von Bethlehem, die Heiden kommen aus weiter Ferne und bringen ihre Gaben - erste Vorboten der Völker, welche zur Kirche Gottes versammelt werden. Das Licht ist aufgegangen und die Welt merkt es nicht. Deshalb muß es den Menschen zugerufen werden: das Licht ist da, glaubt es nur! Laßt euch erleuchten, werdet selber licht! (Spieker [5], S. 40)

Epistel

Ihr habt ja gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch gegeben hat: Durch Offenbarung ist mir das Geheimnis kundgemacht worden. Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; nämlich daß die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus sind durch das Evangelium.
Eph 3, 2-3a. 5-6 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Das Christusmysterium harrt der Entfaltung. In ihm ist der Heilsrat Gottes beschlossen, daß auch die Heiden Miterben der Verheißung sind. Der Apostel ist damit betraut, dieses Geheimnis seiner Verwirklichung entgegenzuführen, indem er die Christusbotschaft zu den Heiden trägt. Diese Entfaltung des Christusgeheimnisses auf Erden wird zum Zeignis für die mannigfaltige Weisheit Gottes. (Spieker [5], S. 54)

SinkwitzEvangelium

Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten: "Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll." Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, daß auch ich komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.
Matth 2, 1-12 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Dies ganze Evangelium handelt von »Anbetung«. Im Urtext bezeichnet das Wort die kniefällige Huldigung vor dem Herrscher. Auch Herodes stellt sich so, als wolle er »anbeten«, in Wahrheit verdeckt er damit sein Erschrecken vor der Ankunft des wahren Königs, und das Herz seiner Schriftgelehrten ist verstockt. Aber für die gläubigen Heiden redet die Schrift vernehmlich und deutlich, weil sie mit der Weisung durch den Stern zusammentrifft. So finden die Heiden das Heil der Welt und bringen mit ihren Gaben sich selber als Opfer dar. (Spieker [5], S. 40)
 
Abend

Als die Königin von Saba die Kunde von Salomo vernahm, kam sie, um Salomo mit Rätselfragen zu prüfen. Und sie kam nach Jerusalem mit einem sehr großen Gefolge, mit Kamelen, die Spezerei trugen und viel Gold und Edelsteine. Und als sie zum König Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie sich vorgenommen hatte. Und Salomo gab ihr Antwort auf alles, und es war dem König nichts verborgen, was er ihr nicht hätte sagen können. Als aber die Königin von Saba alle Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, und die Speisen für seinen Tisch und die Rangordnung seiner Großen und das Aufwarten seiner Diener und ihre Kleider und seine Mundschenken und seine Brandopfer, die er in dem Hause des HERRN opferte, geriet sie vor Staunen außer sich und sprach zum König: Es ist wahr, was ich in meinem Lande von deinen Taten und von deiner Weisheit gehört habe. Und ich hab's nicht glauben wollen, bis ich gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, nicht die Hälfte hat man mir gesagt. Du hast mehr Weisheit und Güter, als die Kunde sagte, die ich vernommen habe. Glücklich sind deine Männer und deine Großen, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören. Gelobt sei der HERR, dein Gott, der an dir Wohlgefallen hat, so daß er dich auf den Thron Israels gesetzt hat! Weil der HERR Israel liebhat ewiglich, hat er dich zum König gesetzt, daß du Recht und Gerechtigkeit übst. Und sie gab dem König hundertundzwanzig Zentner Gold und sehr viel Spezerei und Edelsteine. Es kam nie mehr soviel Spezerei ins Land, wie die Königin von Saba dem König Salomo gab.
1. Kön 10, 1-10 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 11-12-27
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