Mittwoch

15. Februar 2012

 

SEXAGESIMAE
Viererlei Ackerfeld

 

Predigttext

 

2. Kor (11, 18.23b-30) 12, 1-10 (IV. Reihe)

Wochenspruch

 

Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.

Wochenlied

 

Herr, für dein Wort sei hoch gepreist (EG 196)
Es wolle Gott uns gnädig sein (EG 280)


Glaubenszeugen   Wochenspruch   Wochenpsalm

Gebete: Morgen   Mittag   Abend
 
Morgen
 
Jesus ging von dort weg und kam in seine Vaterstadt, und seine Jünger folgten ihm nach. Und als der Sabbat kam, fing er an, zu lehren in der Synagoge. Und viele, die zuhörten, verwunderten sich und sprachen: Woher hat er das? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und solche mächtigen Taten, die durch seine Hände geschehen? Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern hier bei uns? Und sie ärgerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und bei seinen Verwandten und in seinem Hause. Und er konnte dort nicht eine einzige Tat tun, außer daß er wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und er ging rings umher in die Dörfer und lehrte.
Mark 6, 1-6 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Weil Christus in menschlicher Gestalt auf Erden gelebt hat, darum stoßen sich die Menschen an Seiner Alltäglichkeit und nehmen Seine Botschaft nicht auf. Auch wir sind in Gefahr, das Wort zu überhören, weil es uns zu vertraut ist. Wir können nur bitten, Gott wolle uns Sein Zeugnis lebendig, neu und gewaltig machen, daß wir daraus die Stimme der Ewigkeit vernehmen. (Spieker [5], S. 78)
 
Abend
 
Nehmet zu Ohren und höret meine Stimme, merket auf und höret meine Rede: Pflügt oder gräbt oder bricht denn ein Ackermann seinen Acker zur Saat immerfort um? Ist's nicht so: Wenn er ihn geebnet hat, dann streut er Dill und wirft Kümmel und sät Weizen und Gerste, ein jedes, wohin er's haben will, und Spelt an den Rand? So unterwies ihn sein Gott und lehrte ihn, wie es recht sei. Auch drischt man den Dill nicht mit Dreschschlitten und läßt auch nicht die Walze über den Kümmel gehen, sondern den Dill schlägt man aus mit einem Stabe und den Kümmel mit einem Stecken. Zermalmt man etwa das Getreide? Nein, man drischt es nicht ganz und gar, wenn man's mit Dreschwalzen und ihrem Gespann ausdrischt.
Jes 28, 23-29 Lutherbibel 1984 © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
 
Die wechselvolle Hantierung des Bauern wird dem Propheten zum Gleichnis für das scheinbar widerspruchsvolle Handeln Gottes - immer gilt es, dem Reden Gottes "heute" offen zu sein und dem Handeln Gottes sich zur Verfügung zu halten. Wie widerspruchsvoll Sein Tun auch scheinen mag - er ist wunderbar in Seinen Mitteln und groß in Seinem Ziel. (Spieker [5], S. 77)

© Joachim Januschek
Letzte Änderung: 12-01-16
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